Montag, 8. September 2014

Impressionen von BrückenWall

Vegan mit Fleisch: Die Melonenlimo von x wie raus

70er-Jahre Kram bei No. 2 Records

 Books in da Hood



Am frühen Nachmittag war's noch angenehm leer


Vorm Canpire-Store

Proletariat

Bierauswahl beim naiv

Sonntag, 7. September 2014

Frankfurter Garten: Fair-Teiler


Hui, da hat sich ganz schön was getan im Frankfurter Garten in Sachen Umbau und Erweiterung, wobei ich auch zugeben muss, dass ich wirklich (zu) lange nicht mehr da war. Neueste Neuerung: Seit gestern gibt es den Fair-Teiler, in den man noch verwertbare Lebensmittel legen kann anstatt sie wegzuwerfen (Regeln s.u.), also das gleiche Prinzip wie bei den Bücherschränken, der Givebox oder der Foodsharing Frankfurt-Gruppe in Facebook. Heute war der Fair-Teiler zwar noch leer, aber das ändert sich bestimmt bald! Ich freue mich darüber, dass es in Frankfurt immer mehr soziale Initiativen wie eben diese gibt und dass die auch zu funktionieren scheinen.

Jeder, der Lebensmittel übrig hat, kann sie zum Fair-Teiler bringen, damit sich andere bedienen können. ShoutOutLoud – Changing the World Step by Step e.V. (www,shoutoutloud.eu), Foodsharing (www.foodsharing.de) und der Frankfurter Garten wollen mit dem Fair-Teiler einen kleinen Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung leisten. Denn 30 Prozent aller Lebensmittel landen im Müll. Damit soll nun Schluss sein.

Quelle: Facebookseite des Frankfurter Gartens









Mittwoch, 3. September 2014

Wo wir sind


Edit: Hier nochmal bei Tageslicht von der anderen Seite.

Erinnert mich an die andere Modifikation am Römer...




(Aber das hier war keine Absicht)

VICE trinkt Apfelwein

Aha! Das supercoole Hipster-Magazin VICE hat den Apfelwein entdeckt.

Apfelweinhandlung JB - Zur Buchscheer - Klaane Sachsehäuser - Gemaltes Haus (die laut Video Fanta in den Schoppen kippen..!) - Germania - Zum Rad

Auch ein interessantes Zitat: "Een Bembel hat so ungefähr fuffzehn Lidder." (huch?)


Danke an David für den Hinweis!


http://munchies.vice.com/de/videos/zu-gast-in-der-hauptstadt-des-apfelweins/

Dienstag, 2. September 2014

Portrait: Drogenkonsumraum Nidda 49

Ewig und drei Tag verstaubten auf dem Computer meine Notizen zur Führung durch den Druckraum in der Niddastraße 49 auf der Bahnhofsviertelnacht letztes Jahr. Die Fragerunde fand im Konferenzraum im ersten Stock statt, danach wurden bei laufendem Betrieb die eigentlichen Räumlichkeiten gezeigt. Deswegen gibt’s, anders als vom La Strada 2012, dieses Mal natürlich auch keine Photos.

Die Leitung der Nidda 49 trägt seit dem Jahre 2009 Andreas Geremia, dem ein oder anderen als Sänger der Band Tankard („Schwarz-weiß wie Schnee“) bekannt. Das Maltheser Hilfswerk, das auch die FriedA in der Schielestraße betreut, ist Kooperationspartner.
In den 1980er und -90er Jahren existierte eine offene Drogenszene in der Taunusanlage, in der am Wochenende bis zu 1000 Junkies anwesend waren. Um den vielen Toten durch Überdosierungen vorzubeugen, gab es ab 1994 die erste Hilfeeinrichtung, namentlich die FriedA, während der Druckraum Niddastraße 1995 eröffnet wurde (um genau zu sein war die Einrichtung bis 1997 in der Moselstraße). In Frankfurt gibt es vier Drogenkonsumierräume, neben Nidda 49, der FriedA und La Strada noch einen weiteren in der Elbestraße, dem einzigen, in dem Crack geraucht werden kann. Der größte allerdings ist die Nidda 49, der mit einer Millionen Euro jährlich von der Stadt finanziert wird und 200 bis 300 Besuchern am Tag zählt oder anders gesagt: 45% aller registrierten Konsumvorgänge werden hier getätigt. Übrigens sind die Uhrzeiten aufeinander abgestimmt, so öffnet der Druckraum in der Elbestraße beispielsweise schon um 6:00 Uhr morgens, während die Niddastraße erst um 23:00 Uhr schließt.
Erst Ende der 1990er wurde von der rotgrünen Regierung entschieden, dass Konsumräume laut Paragraph §10a erlaubt sind und die Bundesländer entsprechend selbst darüber entscheiden, ob diese Einrichtungen gewollt sind oder nicht. Inzwischen gibt es Druckräume in Hamburg, Saarland, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Entsprechend kommen viele Konsumenten (besonders am Wochenende) aus Baden-Württemberg und Bayern, da sie hier in Frankfurt eine bessere Infrastruktur vorfinden. Diese Drogentouristen bekommen übrigens einmalig eine Rückfahrt spendiert.

Die Druckräume beziehungsweise die Stadt und Polizei verfolgen zwei Hauptziele: Zum einen dienen sie der Gesundheitsprophylaxe, die sauberen Spritzen, die man im Austausch zu alten erhält, beugen Infektionen vor, außerdem muss jeder Mitarbeiter in Erster Hilfe geschult werden und so gab es bisher noch keine tödliche Überdosis in einem Frankfurter Konsumraum. Wer die Zahlen vergleicht, der sieht, dass Ende der 1980er Jahre 150 bis 200 Menschen jährlich am Drogenkonsum starben, während es im vergangenen Jahr (ergo 2012) unter 30 Tote waren. Bei rund 104.000 registrierten Konsumvorgängen im Jahr gab es 2012 nur 91 Drogennotfälle, also ungefähr zwei pro Woche. Die resultieren oft daraus, dass das Reinheitsgehalt von Straßenheroin bei nur sechs bis acht Prozent liegt und die meisten Junkies Mischkonsumenten sind, also Heroin, Crack und Tabletten einnehmen. Wenn das Heroin wider Erwarten doch mal reiner oder der Drogencocktail zu stark ist, kann es schnell zu einer Überdosis kommen. Das zweite Ziel gilt der „Verschönerung“ des Stadtbilds. Dazu arbeitet heutzutage die Polizei mit den Streetworkern zusammen, während sie früher gegen die Sozialarbeiter anging. Die Polizei gibt auch Meldungen an die Hilfeeinrichtungen, sobald zu reiner Stoff in der Stadt kursiert. Außerdem werden geringe Mengen an harten Drogen im Besitz toleriert, wenn der Süchtige sich glaubhaft auf dem Weg zu einem Druckraum befindet.

In der Nidda 49 gibt es einige Regeln: Wer das erste Mal dort auftaucht, muss bereits Erfahrung mit intravenösem Konsum haben, seinen Perso vorzeigen, eine Nutzungsvereinbarung unterschreiben und außerdem Auskunft über den Konsum der letzten vier Wochen geben. Die Informationen werden an die Stadt Frankfurt weitergegeben, der Name allerdings nur in einem Kürzel. Etwas schräg: Theoretisch haben auch Minderjährige mit Zustimmung Erziehungsberechtigter Zugang. Das passiert, wenn  sich die Abhängigkeit in der zweiten Generation fortsetzt.
Bei jedem Besuch wird vorher die Droge, die konsumiert werden soll, gezeigt und der Abhängige muss sie sich selbst applizieren, gegenseitige „Hilfestellung“ beim Konsum ist verboten. Es gibt insgesamt zwölf Plätze im Konsumierraum, wenn viel Andrang ist, muss man sich auf die Warteliste schreiben und kommt dann für gewöhnlich nach 15 bis 30 Minuten an die Reihe – für Leute auf Turkey eine ganz schön lange Zeit. Aggressionen können bei psychischen Erkrankungen, Intoxikation oder Entzug vorkommen, werden aber für gewöhnlich nicht gegen die Mitarbeiter gerichtet. Diese haben Schichten von sechs Stunden. In einer Schicht arbeiten fünf Leute, von denen drei schon über viel Erfahrung mit dem Alltag im Druckraum verfügen. Insgesamt gibt es vier Sozialarbeiter, zwanzig Streetworker und 25 Studenten mit unbefristeten Verträgen.
Der Altersdurchschnitt der registrierten Abhängigen liegt bei Mitte 30 und nur zwanzig Prozent sind weiblich. Laut den Blutuntersuchungen in Substitutionseinrichtungen sind weniger als zehn Prozent HIV-positiv, allerdings haben achtzig Prozent Hepatitis. In Frankfurt gibt es rund 7000 registrierte Konsumenten, darunter gehören 400 zur „offenen Szene“, während bei den restlichen 6600 ein mehr oder weniger kontrollierter Konsum stattfindet. Von den achtzig Patienten in der FriedA kommen im Jahr nur ungefähr drei weg von den Drogen. Die meisten Rückfälle werden durch gescheiterte Beziehungen verursacht.


Montag, 1. September 2014

Die Katalanen erobern Frankfurt

Letzten Samstag demonstrierten Katalanen und Freunde Kataloniens am Willy-Brandt-Platz, um auf den Antrag zur Unabhängigkeit am 9. November diesen Jahres aufmerksam zu machen. Dazu (etwas gruselig) wurde ein 30 auf 15 Meter großes Tuch mit dem Konterfei der Bundeskanzlerin hochgehalten, um Frau Merkel an das wichtige Datum zu erinnern.