Mittwoch, 23. April 2014

Arbeit Angst Konsumterror

Ist zwar nicht neu, war hier aber noch nie zu sehen und ist viel zu gut, um es zu übergehen:


Fundort: Ehemalige Oberfinanzdirektion, Adickesallee

Dienstag, 22. April 2014

Veranstaltungstipp: Shop opening made by miko und SLK

Wann? 26. April ab 12:00 Uhr
Wo? Martin-Luther-Straße 62, Eingang Hallgartenstraße
Wer? made by miko und SLK
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Die Labels made by miko und SLK von den Frankfurterinnen Milena Kossmann und Sara Königstedt haben in ihrem Shop im Nordend kommenden Samstag große Eröffnung. Neben der Präsentation ihrer Sommerkollektionen gibt es Quiches, den Park Lane (ein Gin-Tonic-Cocktail) und natürlich Gebabbel mit vielen bekannten Gesichtern!


(C) made by miko und SLK

Montag, 21. April 2014

Was ich kürzlich las



J.D. Salinger - Franny und Zooey

J.D. Salinger hat etwas geschafft, was außer ihm keiner geschafft hat: Mit nur einem Roman ist er weltberühmt geworden, hat Generationen von Jugendlichen geprägt und auch über 60 Jahre nach dem Erscheinen von "Der Fänger im Roggen" ist die Thematik des Buches (Selbstfindung) aktuell wie nie. Selbst wer den Fänger nicht gelesen hat, kennt den Namen, und spätestes Mark David Chapman hat dem Roman eine dunkle, mysteriöse Note verpasst.
Neben den Kurzgeschichten "Neun Erzählungen" ist "Franny und Zooey" der einzige Text aus Salingers Schaffen, der in Buchform veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um zwei Erzählungen, eine kurze (Franny) und eine längere (Zooey), die thematisch miteinander verbunden sind. Franny ist eine junge Studentin, die desillusioniert vom College ist, da dort alle strikt nach Büchern lernen und nicht eigenständig denken. Nach einem Nervenzusammenbruch rezitiert sie ständig Gebete, weil sie meint, dadurch Gott zu sehen, also eine Art Erleuchtung erlangen zu können. Zooey ist ihr älterer Bruder, der lange mit seiner Mutter über den Zustand Zooeys diskutiert. Wir erfahren außerdem mehr über die Familie Glass aus der New Yorker High Society, die wie so viele mehr Schein als Sein ist.
Obwohl es in dem Roman viel um Spiritualität und Religion geht, zwei Themen, denen ich persönlich nicht sonderlich viel abgewinnen kann, fand auch ich ihn sehr gehaltvoll und zum Nachdenken anregend. Wie bei Holden Caulfield geht es Franny Glass um Selbstfindung und um die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, die sie andwidert. Was mich störte war die Übersetzung (in dem Fall von Heinrich und Annemarie Böll), die an einigen Stellen doch recht holperig ist. Die Diskussion zwischen Zooey und seiner Mutter ist recht lang und öfters nennt sie ihn "junger Mann". Halb so wild, aber was mich sehr nervte, ist die Tatsache, dass die Bölls konsequenterweise jedes Mal den darauffolgenden Satz dann in der Sie-Form weiterführten. Das wirkt auf Dauer sehr unnatürlich. Es gibt eine Neuübersetzung von Eike Schönfeld (die ich nicht kenne), die vermutlich empfehlenswerter ist - oder gleich das Original lesen.


Siri Hustvedt - Was ich liebte

Siri Hustvedt ist lange nicht so bekannt wie ihr Mann Paul Auster (der auch ganz tolle Romane schreibt) und das zu Unrecht. "Was ich liebte" ist ein wunderschön geschriebener Roman. Im Buch werden zwei Künstlerfamilien in SoHo, New York, über Jahrzehnte hinweg begleitet, das langsame berufliche Aufsteigen wie auch die persönlichen Fehltritte im Leben. Was am Ende überlebt, ist die Freundschaft. Der Roman thematisiert das Zerbrechen der Liebe und die Verfehlugen an den eigenen Kindern. Trotz des eher düsteren Inhalts ist der Roman nie hoffnungslos, nie depressiv.


Clemens J. Setz - Indigo

"Indigo" ist ein Roman, den ich mir der Handlung wegen nicht gekauft hätte, sondern ihn bei Suhrkamp gewonnen habe. Er ist eine leichte Dystopie, die in naher Zukunft angesetzt ist und dreht sich um das Phänomen der Indigo-Kinder, die bewirken, dass allen Erwachsenen in ihrer Nähe schwindlig und schlecht bis zum Erbrechen wird. Es gibt zwei Geschichtsstränge, die parallel erzählt werden, aber 15 Jahre auseinander versetzt spielen. In dem einen möchte Clemens Setz' Alter Ego (mit dem gleichen Namen), der einst Lehrer an einer Indigo-Schule war, mehr über das Phänomen erfahren, der andere zeigt Robert, einst Indigo-Kind und jetzt erwachsen, in seinem Leben. Die beiden Handlungen werden untermalt von verschiedenen "wissenschaftlichen" und "historischen" Anekdoten, die die Authetizität des Phänomens betonen sollen. 
Eine wirkliche Auflösung gibt es nicht und auch die Geschichte wird nicht direkt abgeschlossen. Zusammen mit dem Science-Fiction-Element gehört der Roman nicht zu meinen Lieblingsbüchern, da er micht nicht berührt hat.


Raymond Chandler - The Long Goodbye

Zwar Pflichtlektüre für die Uni, aber das tut dem Romangenuss keinerlei Abbruch. Chandlers Anti-Held ist Philip Marlowe ("Was für ein trauriger Name", wird ihm gesagt), ein Privatdetektiv, dessen Bekannter angeblich seine Frau umgebracht haben soll. Kurz darauf begeht der Bekannte Selbstmord, für die Polizei ist der Fall klar. Auch Marlowe selbst sind erstmal die Hände gebunden. Als er gebeten wird, den im Suff gewaltätigen Schriftsteller Roger Wade vom Trinken abzuhalten und zum Schreiben zu bewegen, bemerkt er bald, dass sein Bekannter und die Wades befreundet waren.
Obwohl ich kein Fan von Krimis bin, ist "The Long Goodbye" ein spannender Roman und kein Krimi im klassischen Sinne. Zwar dreht sich die Handlung immer um die Auflösung einiger Fälle, in erster Linie natürlich der Ermordung der Ehefrau, dennoch sind die gesellschaftlichen Beobachtungen in dem Roman fast wichtiger. Marlowe ist kein Held, der tapfer stets zur Tat schreitet, sondern ein dickköpfiger Mann, der vor leichten Gewalthandlungen nicht zurückschreckt, am Ende aber doch das Richtige tut. Atmosphärischer, schön geschriebener Roman, der in ein längst vergangenes Amerika zurückversetzt.


Lionel Shriver - The New Republic

Bekannt wurde die Autorin mit dem selbstgewählten männlichen Vornamen durch "We need to talk about Kevin", einem großartigen Roman erzählt aus der Sicht einer Mutter, deren Sohn an der High School mehrere Schüler umbrachte.
"The New Republic" nimmt das Wesen des Journalismus' aufs Korn. Der Protagonist Edgar Kellog wird nach Barba, Portugal verfrachtet, einer Gegend, die in Wirklichkeit nicht existiert. Barba ist häßlich, hat einen unangenehm blasenden Wind, keine kulinarischen Vorzüge und auch sonst gibt es eigentlich keinen Grund, dort zu bleiben, wäre da nicht die Terrorgruppe SOB aus Barba, die die ganze Welt in Atem hält. Also wartet Kellog, bis er wieder etwas über die SOB berichten kann. Zu blöd nur, dass diese seit Monaten sämtliche Aktivitäten eingestellt hat - gleichzeitig mit dem Verschwinden des Journalisten, dessen Posten er jetzt innehat. Ein Zufall? Bald nimmt Kellog sein Schicksal selbst in die Hand.
Neben einer bösartigen Satire auf den Journalismus heutzutage behandelt der Roman auch die Idealisierung persönlicher Ideole und die Sinnlosigkeit dessen. Das Buch hat sehr gemischte Rezensionen erhalten, ich persönlich fand es unterhaltsam.


F. Scott Fitzgerald - Zärtlich ist die Nacht

Wie Salinger ist Fitzgerald hauptsächlich für ein Werk bekannt: "Der große Gatsby". Dabei ist "Zärtlich ist die Nacht" doch so viel toller! Ich hatte den Roman schon einmal auf Englisch gelesen, trotz meines recht guten Englisch aber entschieden, ihn mir auf Deutsch erneut zuzulegen. Fitzgeralds Sprache ist artifiziell, aber nicht im negativen Sinne gemeint. Man merkt viel mehr, dass er über jedes einzelne Wort, das er benutzte, lange nachgedacht hat. Dadurch ist sein Ausdruck sehr anspruchsvoll und wunderschön zugleich. Der Roman ist sehr autobiografisch, Fitzgerald (als Alter Ego Dick Diver) verarbeitete darin seine turbulente Beziehung zu Zelda (Nicole Warren). Mit zeitlichen Sprüngen wird ihr Verhältnis erläutert, vom Kennenlernen in einer Psychatrie, in der Dick Arzt und Nicole Patientin ist, über das Verlieben, Heiraten und das Scheitern ihrer Liebe. Zugleich wird das brausende Leben in den 1920er Jahren einer Gruppe amerikanischer Expats in Europa erzählt und die Oberflächlichkeit und Einsamkeit, die unter diesen Partys, Alkoholergüssen und dem zu lauten Gelächter durchscheinen (ähnlich wie beim Gatsby). Obgleich es zu Beginn nicht so scheint, ist Dick Diver am Ende der Dreh- und Angelpunkt des Romans, sein Fall von einem gut aussehenden, beliebten, erfolgreichen Arzt zu einem gebrochenen Mann.

Impressionen vom 15. Farbenfabrik Flohmarkt

Impressionen vom Flohmarkt heute am Tanzhaus West








Mittwoch, 9. April 2014

"Happy" in Frankfurt


Ganz süßes Video zum Lied "Happy" von Pharrell Williams mit tanzenden Frankfurtern. Ist zwar von der Frankfurt School of Finance & Management aber darüber sehen wir mal ganz schnell weg!

Donnerstag, 3. April 2014

Veranstaltungstipp: Ein Leben ohne Peng ist möglich Vernissage

Wo? saint gabriel interieur, Wittelsbacher Allee 65
Wann? Samstag, 05. April, 20:00-00:00 Uhr
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Diesen Samstag ist (direkt im Anschluss an eine Ausstellung, die Herr Peng im Rahmen der Luminale bis Freitag hat) die Vernissage der Ausstellung "Ein Leben ohne Peng ist möglich", die bis zum 30. Mai dienstags bis samstags von 11:00-19:00 geöffnet ist. In seinem Blog erhaltet ihr einen ersten Eindruck von den Bildern, die gezeigt werden.
Am Eröffnungsabend gibt's Livemusik von Kabelsalat.


(C) Herr Peng

Quotes

The work you do while you procrastinate is probably the work you should do for the rest of your life.

- Jessica Hische