Freitag, 27. Juni 2014

Donnerstag, 26. Juni 2014

Sonntag, 22. Juni 2014

Frankfurt Testosteron


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Filmbeschreibung

Frankfurt. Igor Petrovic ist einer von vier Brüdern aus Jugoslawien, die sich in der Unterwelt einen Namen gemacht haben. Mit seinem Bruder Tomislav wickelt er einen Deal mit der jugoslawischen Mafia ab, um eine neue Testosteronquelle anzuzapfen. Doch bei der Bestellung läuft etwas schief und plötzlich sitzen die Beiden in einem LKW voller Ware, den sie dringend vor der Polizei verstecken müssen. Und sie schulden der Mafia viel Geld. Der Abverkauf startet, mit einem kleinen, treuen Team stellen die Männer sich der Herausforderung.
Auch ein Kommissar, der sich an ihre Fersen heftet, bedeutet nur eine kleine Komplikation. Sie finden parallel die Zeit, einen Menschen aufzuspüren, den sie schon lange suchen und der in ihren Augen den Tod verdient hat. Mit ihren Vollstreckern nehmen sie ihn gefangen und lassen ihn für seine Taten büßen.
Tomislav verliebt sich Hals über Kopf. Ein Schatten aus der Vergangenheit kommt aus dem Gefängnis und bedroht das letzte bisschen Frieden in Igors Leben. Ganz Frankfurt wird nach ihm durchsucht, aber er ist verschwunden. Alle Wege führen zusammen auf einer Party, bei der die Jugoslawen ihr Geld haben wollen.
Oder Igors Kopf.

...das ist 'ne Satire, oder?!

Freitag, 20. Juni 2014

Was ich kürzlich las


Daniel Kehlmann - F

Der Titel verrät nichts über den Inhalt - was ist mit "F" gemeint? Es darf an dieser Stelle verraten werden, da auch die Auflösung den Inhalt noch nicht vorwegnimmt: F steht für das lateinische "fatum", also "Schicksal". In dem Roman von Daniel Kehlmann (der seine Brillianz derzeit bei den Poetikvorlesungen unter Beweis stellt) wird ein Ausschnitt im Leben dreier Brüder berichtet, deren Vater sie zu Beginn der Geschichte urplötzlich verlässt. Jetzt sind die drei erwachsen und schlagen sich mehr schlecht als recht durch ihren Alltag: Der übergewichtige Martin ist Pfarrer, glaubt aber gar nicht an Gott, Eric ist Finanzberater und hat den gesamten Nachlass seines Klienten verspielt und sein Zwillingsbruder Iwan, der künstlerisch Begabte, malt die Bilder für einen weitaus weniger begabten, aber weitaus mehr bekannten Künstler, der Iwans Werke als die seinigen ausgibt.
"F" ist ein komplex verstrickter Roman der beweist, dass auch die kleinsten Momente die größten Auswirkungen haben können. Entfernt hat mich das Buch an "Die Korrekturen" von Franzen erinnert, in dem ebenfalls die vertrackten Lebensentwürfe dreier erwachsener Geschwister beleuchtet werden.


James Baldwin - Giovannis Zimmer

Paris ist ein Moloch, als armer Mann dort zu überleben nicht leicht und homosexuelle Gefühle zu hegen kann gefährlich werden - Baldwins in den 1950er-Jahren erschienener Roman (revolutionär für diese Zeit!) beschreibt das Leben zweier junger Männer am Existenzminimum, die sich ineinander verlieben. Das Ende wird bereits auf den ersten Seiten vorweggenommen, denn David erinnert sich an seine gemeinsame Geschichte mit Giovanni zurück, während dieser im Gefängnis auf seine Hinrichtung wartet.
Der kurze Roman schildert auf einfühlsame Art die Problematiken, denen homo- und bisexuelle Männer gegenüberstanden, während das Gefühl der Verhängnis und Auswegslosigkeit über jeder Szene hängt.


Eckhard Henscheid - Die Vollidioten

Titel sowie Untertitel "Ein historischer Roman aus dem Jahre 1972" verraten schon: Ganz so ernst sollte dieser Roman nicht genommen werden. Er dreht sich um eine Gruppe Nachbarn zwischen Anfang 20 und Anfang 30, die alle konsequent beim Nachnamen genannt werden und gerne mal einen über den Durst trinken. An sieben Tagen berichtet der Ich-Erzähler als teilnehmender Beobachter von den Beziehungsflechten seiner Freunde: Herr Jackopp verliebt sich in Frl. Czernatzke, die wiederum mit Herrn Johannsen liiert ist, der auch eine Liasion mit Frl. Majewski hat... Dazwischen tummeln sich der immer blanke Herr Kloßen (mit phantasievollen Ausreden und Begründungen, warum er sich Geld von seinen Bekannten leihen muss, die Schulden aber nicht zurückzahlt) und andere Vollidioten. Dem Roman ist ein Zitat von Dostojewski vorangestellt: "In der Tat, ich muß mich selbst darüber wundern, was für eine Klatschbase ich geworden bin."
"Die Vollidioten" ist ein herrlich kurzweiliger Roman, der die politischen Ereignisse der 1970er komplett ausblendet und vielmehr einen ironischen Blick auf die zwischenmenschliche Komödie wirft. Das Werk wurde dieses Jahr im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch behandelt.


Paulo Coelho - Elf Minuten

An Coelho scheiden sich die Geister und meine auch. "Veronika decides to die" fand ich total klasse, während ich "Am Ufer des Rio Piedra saß ich und weinte mir die Augen aus dem Kopp, bis ich endliche meine spirituelle Erlösung fand" trotz der Kürze des Romans nicht beenden konnte, weil ich so genervt war. Entsprechend skeptisch ging ich an die Lektüre von "Elf Minuten" und siehe da: Es gibt zwar viele spirituelle Momente in dem Buch, doch sind diese nicht so dick aufgetragen, dass man das Gefühl bekommt, sofort etwas Karmazerstörendes machen zu müssen.
Die junge Maria kommt aus einem brasilianischen Dorf und hat nie etwas anderes gesehen, bis sie durch einen Zufall in der Schweiz landet. Als sie dort die Wahl hat, zurückzufliegen oder durch Prositution Geld zu verdienen, entscheidet sie sich für letzteres, um ein Jahr lang Geld für ihre Zukunft zu sammeln. Maria, die schon in frühen Jahren der Liebe abschwor, kann durch ihren Beruf auch dem Sex gegenüber nichts abgewinnen. Erst kurz vor ihrer Abreise lernt sie einen Künstler kennen, der ihr zeigt, dass sowohl Liebe als auch Sex etwas Positives sein können. "Elf Minuten" ist ein Roman über Begierde und Leidenschaft, Prosititution und Selbstreflexion und Coelhos belehrende Übervaterstimme hält sich zum Glück im Rahmen.


Ernest Hemingway - The Sun Also Rises/Fiesta

Ich wage mal zu behaupten, dass "The Sun Also Rises" Hemingways bester Roman ist. Es geht, wie auch bei Fitzgerald, um die Zwischenkriegsgeneration, die traumatisiert vom Ersten Weltkrieg durchs Leben eiert, fast schon obszön prunkvolle Partys feiert, Europa glorifiziert, zuviel trinkt und dabei doch nur aus leeren Hüllen besteht. Der im Krieg verletzte Amerikaner Jake lebt in Paris und beschließt mit ein paar Freunden und Bekannten, die San Fermines in Pamplona zu besuchen. Die alkoholgeschwängerten Feiern, die zu Beginn noch fröhlich und ausgelassen wirken, wandeln sich schnell zu Negativexzessen und lassen die Feindeseligkeiten zwischen den verschiedenen Protagonisten zum Vorschein treten.
"The Sun Also Rises" hat ein ähnliches Setting wie "The Great Gatsby", "Tender is the Night" und andere Romane aus dieser Zeit und ist im Großen und Ganzen furchtbar deprimierend. Und wirklich gut.


Santiago Roncagliolo - Abril rojo

Der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Félix Chacaltana ist ein Beamter aus dem Bilderbuch: Er gleicht jede Entscheidung mit den bestehenden Gesetzen ab, an die er zutiefst glaubt, er vertraut allen ausführenden Organen und der Justiz und ist in seiner Obrigkeitshörigkeit blind für die herrschende Korruption in Peru. So kleinkariert, wie er zu Beginn des Romans ist, fällt er aus allen Wolken, als er merkt, dass seine Vorgesetzen, Polizei und Politik mit ganz anderen Spielregeln spielen. Währenddessen obliegt es ihm, einen Serienmörder zu finden. Bald weiß Chacaltana gar nicht mehr, was richtig und falsch ist und verstrickt sich immer mehr in menschliche Abgründe.
Was zu Beginn als Krimi anmutet, ist eine Dechiffrierung des "Rechtssystems" in Peru, das alle zu verschlucken scheint. Geniale Satire, die unter "Roter April" im Suhrkamp-Verlag erschienen ist.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Veranstaltungstipp: Tony Yeboah Haus

Wo? Melibocusstr. 86 (Ecke Adolf-Miersch-Straße)
Wann? Samstag, 21.06., 14:00 - 17:00 Uhr
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Am Samstag wird in Niederrad das Tony Yeboah-Haus (hoffentlich mit großem Tamtam und spannenden Gästen) eröffnet. Das große Graffiti, das den Spruch "Wir schämen uns für alle, die gegen uns schreien" zeigt, soll auf Rassismus aufmerksam machen. Seit dem 05. Juni wird fleißig gemalt, auf der Facebookseite zu der Aktion und auf der Onlinepräsenz des Journal Frankfurts erhaltet ihr bereits jetzt einen Eindruck, wie das Gemälde am Ende aussehen soll. Das Projekt stammt von einem Studenten der HfG Offenbach.


 
(C) frankfurter-fanprojekt.de

Montag, 9. Juni 2014

#grenzverhandlungen

Mehr Informationen:

Auch im Jahr 2 nach der Occupy-Räumung bleibt die Anlage rund um den noch-Standort der EZB Zentrum des Zivilen Ungehorsams. Unter dem Motto "Grenzverhandlungen" machen verschiedene Plakate, Photos und kleinere Installationen seit Mitte Mai aufmerksam auf die sozialen Ungerechtigkeiten unserer Gesellschaft.


Protest-Kartoffeln


Natürlich dürfen die Basken (Euskadi=Baskenland)...

...und die Katalanen nicht fehlen

Kritische Theorie

Keine Festung - Lampedusa




Shop owners.

Portrait: Bookster

(C) Bookster
Ein schöner, neuer Blog erblickte vor kurzem das Licht der Welt: Bookster, ein Projekt der Agentur Schwarzburg aus der Lenaustraße (die einst auch für das NORDend Magazin verantwortlich waren) stellt jede Woche einen literaturaffinen Frankfurter ("Buchmenschen") vor. Bisher sind das namentlich Katharina Hesse, Geschäftsführerin von der Stiftung Buchkunst, Jannis Plastargias, ein noch unbekannter Autor, Petra Noack, Verlegerin von TFM in Bockenheim und Carolin Callies, Lyrikerin und Mitarbeiterin beim Schöffling Verlag. Kleine Portraits zu den jeweiligen Personen geben einen kurzweiligen Einblick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs.
Eine wirklich gute Idee, wie ich persönlich finde!

Fuego Fatal & Caser Nova @ Bristol Bar

Ein bisschen spät, aber...

Live auf der Summer Lounge Opening Party in der Bristol Bar am 01.06.


Zurück nach Frankfurt (etwas scheppernd aber so ist das halt)




Eine Pulle Pork, bitte!

Baby Shoo Entertainment