Montag, 19. September 2011

Teotihuacán

Teotihuacán is a deserted city full of pyramidal structures of.. the Aztecs! Yeah, right, finally not the Maya but the Aztecs! Teotihuacán is located pretty close to Mexico City and spreads over a site of many square kilometres and consists of many buildings, of which the main attractions are the Pyramid of the Sun and the Pyramid of the Moon. Back then the city used to host around 200.000 inhabitants! The Pyramid of the Sun can be climbed up to the top - it's only 300 steps...
Even though at this point I was kind of sick of tourist activities, the city was still pretty impressive, especially for its perfectly adjusted geometrical accuracy.

Teotihuacán ist eine verlassene Pyramidenstadt von... den Azteken! Juhu, yeah, nicht die Maya, die Azteken! Abwechslung! Teotihuacán ist nicht weit von Mexico City entfernt, erstreckt sich auf einem Gelände auf mehreren Quadratkilometern und besteht aus zahlreichen Gebäuden, deren Hauptattraktionen die Sonnen- und die Mondpyramiden sind. Früher beherbergte die Stadt bis zu 200.000 Einwohnern! Die Sonnenpyramide kann man bis zur Spitze besteigen, sind ja nur knapp 300 Stufen...
Obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon keine Lust mehr auf touristische Aktionen hatte, war die Stadt sehr beeindruckend, vor allem die geometrische Genauigkeit, mit der alles ausgerichtet ist.









Mittwoch, 14. September 2011

Pacaya, Guatemala


Da mir wärmstens ans Herz gelegt worden war, eine Tour auf einen der zahlreichen Vulkane um Antigua herum zu machen, rang ich mich dazu durch. Mist.
Man hatte zwei Optionen: entweder in aller Herrgottsfrühe um 6 Uhr zu starten oder erst um 14 Uhr, logischerweise wählte ich letztere. Dies stellte sich leider als schlechte Idee heraus, denn kurz nach unserer Ankunft auf halber Höhe, zu der die Gruppe mit einem Bus gebracht wurde, begann es auf apokalyptische Art und Weise zu gewittern. Da macht Vulkan besteigen doch erst recht Spaß! Also kauften alle tapfer "Ponchos" (nichts weiteres als ein Stück Plastik mit Loch für den Kopf) und dann stapften wir los, dem Führer hinterher. Begeleitet wurden wir neben einem Hund die meiste Zeit auch noch von zwei Pferden, einerseits konnten Ermattete den Service nutzen, andererseits wohl auch, da mit Unfällen durchaus zu rechnen ist. Wie durch ein Wunder kamen alle oben wie unten ohne größere Schäden an.
Bei strömendem Regen und starken Windböen kraxelten wir den beschwerlichen, unbefestigten und somit absolut rutschigen und zu allem Überfluß noch unglaublich steilen Weg hinauf, um den Vulkan zu erklimmen. Nach weit über einer Stunde waren wir an unserem Ziel angekommen. Leider darf man heutzutage nicht mehr auf den Gipfel. Der Pacaya ist übrigens ein aktiver Vulkan; der letzte Ausbruch war im Mai 2010. Durchnässt und halb erfroren versuchten wir, einem der eigentlichen Happenings nachzugehen: Marshmallows grillen in den dampfenden Öffnungen. Dass der Erfolg ausblieb, verwundert kaum. Zu guter Letzt konnte man noch in eine Spalte klettern, die so tief war, dass in der Tat nur noch der Kopf hinausschaute. Angenehm warm, wie in der Sauna – und danach war einem doppelt so kalt.
Der Abstieg war gefährlicher, aber schneller. Halb rennend, springend, rutschend und fluchend schlitterten wir wieder hinab. Resumee: Einen Vulkan zu besteigen macht bestimmt, trotz Strapazen, irre Spaß, aber nicht, wenn man oben mitten im Nirgendwo steht und alle Welt sich bückt, um bei den häufigen Blitzen nicht der höchste Punkt zu sein. Es sei verbucht als Erfahrung.








Antigua, Guatemala


Und da es schon so lange her ist: auf geht's in das nächste UNESCO Weltkulturerbe, dieses Mal mit dem Namen Antigua Guatemala, kurz Antigua, ein Städtchen ungefähr eine Stunde von Guatemala City entfernt. Antigua ist sehr sympathisch, bunt und mit Kopfsteinpflaster, umgeben von zahlreichen (meist inaktiven) Vulkanen. In vielen der Cafés und Restaurants gibt es zusätzlich noch ein Bücherregal mit Second Hand-Büchern, man kann also dem schönen Leben so richtig frönen und gleichzeitig lesen und essen. Abgelenkt durch das Geldproblem und auf Grund des langen Trips auf den Vulkan habe ich dort auch nicht viel erlebt, doch zum spazieren ist es wirklich ein wunderschönes Dorf. Und da Guatemala doch noch ein Tick billiger ist als México, kann man hier auch ziemlich gut shoppen.
Aber weiter ging's, bei sehr netten, jungen Leuten im Reisebüro das Ticket nach D.F. gekauft und auf, auf, zum Flughafen!










Tikal, Guatemala


Einen halbtägigen Ausflug machte ich von Flores aus nach Tikal, einem Nationalpark mit Maya-Ruinen.
Da mir empfohlen wurde, den frühen Bus um 5:00 Uhr morgens zu nehmen, tat ich dies auch. Himmel, warum nur? Die früheste Rückfahrt gab es erst um 12:30, was für mich dann zwei Stunden Langeweile bedeutete. Ewig Zeit kann man dort nur mit Engelsgeduld verbringen.
Tikal selbst ist nichts für Stadtromantiker oder Phobiker, denn die ersten zwei Tiere, die ich sah, waren eine Tarantel und eine Schlange. Viel exotischer wurde es leider dann nicht mehr. Anscheinend sieht man mit etwas Glück Pumas und ähnliches, dies blieb mir aber verwehrt. Stattdessen summte und knackte es, überall Geräusche, überall Gemauschel, Tropfen und Brummen, was dazu führte, dass ich stundenlang mich selbst schlagend und alle fünf Minuten Insektenspray auftragend durch die Gegend lief und die zwar zahlreichen, doch schon recht verfallenen Ruinen der Maya abklapperte. Die einzige Lösung, die ich fand, um den quasi unvermeidlichen Nervenzusammenbruch vorzubeugen, war, die Geräuschkulisse mit dem MP3-Player auszublenden. Am Ende sah ich trotzdem aus wie ein Streuselkuchen. Blöder Dschungel.











Guatemala und die Funktionalität von Maestrokarten..

Also, dass man auf Kuba eventuell Probleme mit dem Geld abheben bekommt, ist ja die eine Sache, aber auch in Guatemala? Damit kann doch keiner rechnen…

Als ich am Freitag in Flores, Petén versuchte, mit meiner Maestro Karte Geld zu holen, bekam ich es langsam mit der Angst zu tun, denn kein Bankautomat funktionierte. Ein Tuk-Tuk-Fahrer (eine Art Taxi, wie ein Motorrad mit Anhänger) fuhr mich von der Insel Flores rüber nach Santa Elena, da dort ie Wahrscheinlichkeit, es könne funktionieren, höher war. Nachdem ich von einer Bank in die nächste geschickt wurde (“Hast du es schon dort probiert? Da geht es bestimmt.” – “Ja, die haben mich grad hierher geschickt.” – “Also hier kannst du nicht abheben, aber versuchs doch mal bei der Bank” – “Aber die haben mich doch grad zu Ihnen geschickt..”) Der Trip nach Santa Elena endete damit, dass ich mit den Tränen kämpfend vom Tuk-Tuk-Fahrer umsonst zurück nach Flores gebracht wurde - ich hatte kein Bargeld mehr, um ihn zu entlöhnen. Glücklicherweise blieben mir 600 Mexikanische Pesos als Notgroschen, die ausreichten, um das Zimmer und Essen zu bezahlen. Mein Ticket nach Antigua, nahe Guatemala City, hatte ich auch schon und alle Welt sagte mir, da könne man VERMUTLICH leichter mit Maestro abheben. Ganz sicher wusste es aber auch keiner.
Samstag hier in Antigua angekommen, stellte sich heraus, dass diese Vermutungen nicht der Wahrheit entsprachen. Aus einem alten Blog im Internet hatte ich mir die Adresse einer Bank, die Maestro akzeptiert, aufgeschrieben. Leider hatte die schon vor Jahren mit einer anderen fusioniert und existierte dementsprechend nicht mehr.
Gegen 10:00 Uhr Ortszeit, 16:00 Uhr in Deutschland, fing ich an, die ganze Familie aufzuscheuchen, damit sie mir via Western Union Geld zukommen liessen. Mit umgerechnet noch 8 Euro in der Tasche lebt es sich nicht so gut auf Dauer… Western Union Büros gibt es hier einige, offensichtlich bin ich nicht die einzige, die in der Hinsich Probleme hat. Leider hatte meine Mutter keinen Account bei Western Union und da der erst verfiziert werden musste (und das am Wochenende) guckte ich ziemlich blöd aus der Wäsche. Nachfragen in dem einen Büro bestätigte: Das Geld war nicht da.
Also fing ich an, mich innerlich auf zwei Tage nur Wasser und mit viel Glück Toastbrot einzustellen, kein Mexico City und der Ausflug auf den Vulkan höchstens auf Pump. Nach halb 2 Uhr Ortszeit hatte das eine Western Union Büro auch schon zu. Mehr durch Zufall kam ich an einem weiteren am Hauptplatz vorbei, das erst um 14:00 Uhr schliessen würde. Da ich zwei Tagen absoluter Langeweile ins Gesicht blickte, beschloss ich aus Jux und Tollerei, einfach noch mal nachzufragen. Beinahe wäre ich auch wieder gegangen, da ich so lange warten musste, aber ich hatte ja eh nichts besseres zu tun. Und es geschehen doch noch Zeichen und Wunder: Das Geld war da! Last Minute, direkt vor Feierabend, war ich wieder eine reiche Frau! Was ein Gefühl! Und wieviel Glück muss man haben…
Moral von der Geschicht’: Verlasse dein Land (oder zumindest Europa) nie mit nur ‘ner Maestro Karte im Gepäck. Gibt so tolle Erfindungen wie MasterCard, Visa, Traveller’s Cheques oder auch amerikanische Dollar als Bargeld. Wieder was gelernt, nur, warum kann man nicht vorher schlau sein und muss immer erst den Fehler machen??
Bisher kannte ich nie den Unterschied zwischen Maestro und Master. JETZT schon.

Flores, Guatemala


Wenn man von der ganzen Geschichte mit dem Geld oder besser gesagt, ohne Geld, mal absieht, war Guatemala ein ganz tolles Land. Die Menschen freundlich, das Essen endlich!! gut. Flores selbst ist eine winzige Insel, die über eine 500 Meter lange Brücke mit dem Festland, mit Santa Elena, verbunden ist. Wer kein Auto fahren will, kann sich die Tuk-Tuk-Taxen mieten, eine Art umfunktionierter Motorroller, in dem ausser dem Fahrer hinten bis zu drei weiteren Personen Platz haben.
Die Insel selbst ist so winzig, dass man sie in einer guten Viertelstunde komplett umrundet hat.
Viel machen kann man hier (vor allem pleite...!) allerdings nicht. Durch Zufall fand aber gerade zu dem Zeitpunkt meines Aufenthalts ein mehrtägiges Straßenfest, organisiert von einer Schule, statt. Neben einer Riesenfigur verfolgte ein kleiner Mann im Pferdekostüm die überdrehten Kiddies, ein paar Süßigkeiten wurden wie an Fasching auch in die Menge geworfen. Ich selbst krallte mir einen Lolli – er landete mir vor den Füßen, was soll man da schon machen?
Amüsant war die Unterhaltung mit dem Jungen, der an der Rezeption arbeitete. Er meinte, dass die Temperatur in den Wintermonaten auf frostige 20 °C abkühlen würde, kalt genug für ihn um mehrere Shirts und sogar Handschuhe zu tragen!!!!
Der angebliche Luxusbus, der nach Antigua nähe Guatemala City fuhr, war defekt. Anstatt ihn auszutauschen, legten sich zwei Busfahrer unter den Bus und reparierten ihn eigenhändig. Erstaunlicherweise überlebten wir die Fahrt.