Montag, 30. Juli 2012

Stuttgart - Terrorismus-Tourismus

Da es sonst nicht viel zu tun gab, wandelte ich lieber auf den Pfaden der kürzlich vergangenen Deutschen Geschichte..




Auf dem Dornhaldenfriedhof, das Gemeinschaftsgrab Baaders, Ensslins und Raspes. 
Wer selbst hinmöchte, sollte sich, anders als ich es getan habe, vorher informieren, wie man dort hinkommt, möglicherweise gibt es einen Bus, sonst kann ich nur die Anreise mit dem Auto empfehlen. Ich selbst bin an der Bahnstation Erwin-Schöttle-Platz ausgestiegen und mein Handy lotse mich dann stundenlang via GPS durch unbefestigte, steile und unübersichtliche Waldwege. Dann lieber gute Schuhe einpacken...

Und dann fragt man sich: Die Vergangenheit (gerade die Deutschlands!) und auch das hier und jetzt kennen viel grausamere Vebrecher, Mörder und Terroristen... der Deutsche Herbst jährt sich bald zum 35. Mal und auch seit der Gründung der RAF sind über 40 Jahre vergangen - ist es nicht an der Zeit, dass die Bundesrepublik ihnen verzeiht? Oder sind einige Verbrechen so furchtbar, dass sie niemals verjähren und keinerlei ursprüngliche Motivation sie rechtfertigen?


Diese Straße führt zur JVA Stammheims

Hier gab es wie zu erwarten natürlich nicht viel zu sehen. Stammheim selbst wirkt von der JVA abgesehen wie ein biederes, spießiges Wohnviertel.


Auf besagter Königsstraße sah ich übrigens einen Typ mit dem T-Shirt "mogadischu/stammheim". Die RAFler als Popstars - uff... aber das ist ein anderes Thema.

Sonntag, 29. Juli 2012

Stuttgart - Diverses



Im Bohnenviertel

Raus aus der Stadt?

Von Bergen umgeben und auch sonst absolut hügelig - ich hab keine fünf Fahrräder gesehen

Nanu, den kennen wir doch? Was macht unser CityGhost in Stuttgart?



Zumindest von den Bahnen war ich begeistert: komfortabel und modern


Viel Lärm um diesen Hauptbahnhof

"Quasi" wie die Spanische Treppe in Rom

Raus aus der Stadt!

Die Königstraße, die große Schwester der Zeil, mit den obligatorischen 08/15-Geschäften, den obligatorischen Straßenmusikern, den obligatorischen Punks und den obligatorischen Junggesellenabschiedenen (erschreckend viele!). Der einzige Unterschied ist, dass es weitere Läden in den Seiten- und Parallelstraßen gibt. Ein Traum.

Stuttgart - Alte Schlösser, neue Schlösser, Luftschlösser

Hätte Stuttgart nicht zwei Schlösser mitten im Stadtzentrum, es gebe meiner Ansicht nach absolut nichts zu sehen. Ich lasse mich gerne eines besseren belehren - vielleicht gehört Stuttgart noch viel mehr als Frankfurt zu der Kategorie Städte, die man erst auf den zweiten (naja, dritten) Blick interessant und liebenswert findet. Any Opinions?














Freitag, 27. Juli 2012

Schiffer Café

Schifferstraße 36 (Bus Elisabethenstraße)
Mo - Fr: 08:00 - 20:00, Sa: 08:00 - 19:00, So: 09:00 - 19:00



Heute war ich nach langer Zeit mal wieder im Schiffer Café. Bei der Hitze war es gegen 16 Uhr fast leer. Auf beiden Seiten, sowohl auf der Brücken- wie auch auf der Schifferstraße waren entlang des Cafés zahlreiche kleine Tische aufgestellt, die dank Sonnenschirmen im Schatten standen. Die etwas griesgrämig guckende Bedienung war zackig und nahm meine Bestellung, eine große Apfelschorle für 3,40 € und - obwohl es einige Gerichte auf der Wochenkarte gab, tendierte ich heute zur Standardkarte - einen bunten Salat mit Sonnenblumenkernen und gebratenen Putenbruststreifen für 8,20 €. Beides kam ebenfalls recht zügig, beim Salat wurde mir vom (freundlicheren) Kellner frischer Pfeffer mit einer Mühle gereicht. Der bunte Salat war in der Tat bunt: außer den angekündigten Putenbruststreifen und Sonnenblumenkernen gab es auch Gurken, Tomaten, Karotten und Radieschen. Klingt überladen, war auch hart an der Grenze, aber schmeckte gut. Das Dressing war fein abgestimmt und die Putenbrust lecker gewürzt. Nur bei einem Stück, zum Glück dem letzten, hatte ich wirklich Pech, das war recht zäh und mit Knorpel oder ähnlichem. Die dazu gebrachten Baguettescheiben waren teilweise frisch, teilweise schon etwas angetrocknet. Mein Tipp: Die bereits aufgeschnittenen Scheiben einfach entsprechend verpacken, unter einem Tuch oder noch besser in einer konservierenden Plastikbox. Trotzdem war der Salat schmackhaft und preislich gut. Die weiterhin mürrische Kellnerin bot mir zwar keinen Nachtisch oder Kaffee an, als ich aber am gehen war, taute sie plötzlich auf und scherzte mit mir - nanu!

Fazit: Keine aussergewöhnlichen, kulinarischen Speisen aber ich habe heute beschlossen, definitiv öfter vorbeizuschauen!

Bücherschrank

Bücherschränke gibt es ja inzwischen mehrere in Frankfurt. Pionier war der am Merianplatz - wer auf der anderen Seite der Stadt wohnt findet auch einen im Gallus in der Werftstraße. Funktioniert wie gehabt: wer Bücher loswerden will, kann sie hinbringen, wer schmökern möchte, nimmt sich einfach, was ihm gefällt. Schönes Konzept!




Donnerstag, 26. Juli 2012

Superman in Sachsenhausen

The dark knight rises aber Superman rettet längst die Dribbdebacher.
Großartig!
Wo? Friedensbrücke/Stresemannallee
Hoffentlich bleibt uns der Gute noch 'ne Weile erhalten!

 Clark Kent, der Hafenarbeiter





Quotes

Welche Niedrigkeit begingest du nicht, um
Die Niedrigkeit auszutilgen?

Bertolt Brecht - Die Maßnahme


Hmmm....

Ein Hauch von Brooklyn...

...im Gallus in der Ottostraße. Hat was.





Obligatorisch: Der CityGhost

Das stadtkindFFM hat einen dazugehörigen Link veröffentlich: So sah das Haus früher, in dem Fall 2007, aus. Das sagt die Rundschau dazu.
Scheint übrigens leer zu stehen. Hausbestzung?!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Vadder

Würzburger Straße 38
U4 Höhenstraße
Mo - Sa: 12:00 - 01:00, So: 17:00 - 01:00



Ohne groß um den heißen Brei zu reden: Der Vadder war für uns eine herbe Enttäuschung!

Eigentlich macht alles einen netten Eindruck. Der Name ist vielleicht ein bißchen zu cool, aber die Kneipe ist schön gelegen mitten in Bornheim und trotzdem ruhig. das Interieur ist schlicht aber nett, das gleiche gilt für die Terrasse.
Damit nichts schief läuft, habe ich am Vortag extra einen Tisch bestellt, obwohl der Kellner meinte, das sei gar nicht nötig. Netterweise wurde uns, ohne dass ich es extra vermerken musste, bei dem guten Wetter draußen reserviert. Vorher hinzugehen war eine weise Entscheidung, denn die Terrasse war voll. Also kamen wir kurz nach acht Uhr an und setzten uns an unseren Tisch, hungrig und durstig. Dann fing die Warterei an. Um viertel nach acht stand eine Freundin von mir auf, um Karten zu organisieren. Drinnen wurde sie genauso ignoriert wie wir draußen, fand aber zwei, die sie mitbrachte. Ein Blick hinein verriet: Groß ist die Auswahl der Speisen im Vadder nicht, dafür verhältnismäßig teuer (Berger Straßen-Preisniveau, aber die ist doch einige Minuten entfernt). So kostet ein 0,3 l Pils 2,80 Euro, die Grüne Soße mit Eiern und Salzkartoffeln 9,00 Euro. Viel mehr Hauptgerichte gab es sonst nicht: Wurst, Schnitzel, Salat, Entrecote, plus die an der Tafel ausgeschriebenen Speisen Salat, Fisch und Käsevariation. Man braucht ja keinen IKEA-Katalog als Karte, aber mehr als eine Seite sollten die Gerichte schon füllen. Nun ja. Wir fühlten uns ein bißchen unmutig, aber noch nicht abgeschreckt. Langsam fing das konsequente ignoriert werden aber an, uns auf die Nerven zu gehen. Wir zählten vier Kellner für fünf Tische draußen, an jeden passen 8-10 Leute, also eigentlich sollte das keine allzu große Herausforderung sein. Einmal näherte sich ein Kellner unserem Tisch, legte uns drei weitere Speisekarten hin, nur um gleich darauf zwei wieder mitzunehmen, die er aber nicht anderen Gästen gab, sondern einfach beiseite auf das Fensterbrett legte. Man muss dazu sagen: wir waren zu siebt und mussten uns mit inzwischen drei Karten arrangieren. Wir saßen inzwischen seit über zwanzig Minuten im Vadder, ohne dass auch einer nur mal kurz etwas wie "Sorry, ich bin gleich bei euch!" gesagt hätte. Wir sind auch aus der Gastronomie und sehen somit jeden Fehler, verzeihen sie aber bei entsprechendem Verhalten ganz schnell wieder. Aber wie an uns vorbeigelaufen wurde, ohne uns nur eines Blickes zu würdigen, war wirklich eine Frechheit. Als ein Kellner das zweite Mal an unseren Tisch kam war das nur, um die Speisen, die sich die bereits umgesetzten Gäste vor uns bestellt hatten, zu verteilen. Dabei mussten wir wie die anderen Gäste wild gestikulieren, dass das Essen nicht für uns war. Einem findigen Menschen wäre vielleicht aufgefallen, dass wir sieben Leute waren und er nur für drei Essen hatte und vor allem, dass wir immer noch auf dem Trockenen saßen. Letzteres schien allerdings nach wie vor niemanden zu interessieren.
Kurz vor halb gaben wir auf. Nach dieser Behandlung hatte keiner von uns mehr Lust, dort Geld zu lassen und so gingen wir ins Mosebach im Sandweg, wo man wenigstens weiß, woran man ist.
Als wir aufstanden, wurde zum ersten Mal mit uns geredet. "Tschüß, danke!" rief uns der Kellner nach. Wir waren baff. War das jetzt Dummheit und Ignoranz und ihm war wirklich nicht klar, dass wir gar nichts gegessen hatten oder war das bösartiger Sarkasmus?

Fazit: Natürlich läuft kurz nach einer Neueröffnung noch nicht alles rund, aber wir hätten echt alle Augen zugedrückt, wär nur einmal mit uns gesprochen oder sich entschuldigt worden. Extrem kleine Karte, zu hohe Preise - wir kommen nicht nochmal.

Straßenbotschaften

Juliane wurde gesucht in Bornheim
und Moritz in Hamburg

Dieses Mal wird sich an der Brücke der Schönen Aussicht bedankt