Samstag, 28. September 2013

Sonamu

Berger Straße 184 (U4 Bornheim Mitte)
Di -  So 12:00 – 23:00 Uhr


Das Sonamu ist ein etwas skurriler Holzkasten, der dem Berger Kino gegenüber liegt. Entsprechend hat es innen auch etwas Saunaflair, was der Atmosphäre aber nicht negativ zugrunde schlägt, es macht sie im Gegenteil eher gemütlich. Die Terrasse ist seitlich gelegen und im Fall des Sonamus nicht direkt auf der Berger Straße. Die Schorlen (viele Sorten, 0,4 l für 3,90 €) werden neben Saft und Wasser auch noch mit kleinen Früchten wie Himbeeren oder Blaubeeren versehen, die darin schwimmen. Dank eines mitgelieferten Holzstäbchens kann man diese wunderbar picken. Im Bambustee (4,20 €) schwimmen noch die Teeblätter (bzw. –nadeln). Mit Holzlöffel und extra Gefäß ist der Tee aber extrahierbar. Er schmeckt leicht holzig, aber unaufdringlich und gut.
Als Vorspeise bestellen wir Kim Bab (5,90 €), zahlreiche Seetangröllchen, die mit Krebsfleisch, Soja und Rindfleisch (oder war’s Schwein?) gefüllt sind. Mir persönlich sagen die Röllchen nicht sonderlich zu, meine Begleitung aber ist begeistert. Die Hauptgerichte, Kim Sam Bok (13,90 €), ziemlich scharfes Schweinefleisch, und Bulgogi Ente (14,40 €), was sich in unserem Fall als Rindfleisch herausstellt, werden brutzelnd in heißen, eckigen  Pfännchen gebracht. Als Beilage gibt es jeweils Reis, außerdem stellt uns die freundliche Kellnerin verschiedene Schälchen in die Mitte: Eingelegte Gurken, Kartoffeln, Rettich, Lotuswurzel und irgendwas Scharfes namens Kimchi. Die Gurken schmecken süßlicher als die gewohnten Essiggurken, die Kartoffeln sind etwas gewöhnungsbedürftig, der Rettich aber super! Das Rindfleisch, das statt der georderten Ente gebracht wird (allerdings wird letzteres berechnet), ist schmackhaft mit frischem Brokkoli, Pilzen und anderem Gemüse angemacht und gut gewürzt. Das pikante Schweinefleisch muss selbst ich, die scharf mag, mit recht viel Reis essen – hier wurde am Chili nicht gespart. Auch lecker! Zum Abschluss warten auf der Theke noch Bonbons auf Süßeshungrige wie mich.

Fazit: Der Service ist nett, aber offensichtlich etwas verpeilt, das Ambiente unprätentiös und das Essen gut, wenn auch nicht ganz günstig – gerne wieder!




Keine Kommentare: