Dienstag, 17. Dezember 2013

Portrait: Stoff aus Frankfurt


(c) Stoff aus Frankfurt
In einer perfekten Arbeitsgemeinschaft hat man die gleichen Interessen, aber unterschiedliche Herangehensweisen. Bei Jorge Labraña und Michael „Hazki“ahu ist genau dies gegeben. „Er denkt in Bildern, ich denke in Worten“, erklärt Jorge. Gemeinsam gründeten die Freunde 2010 Stoff aus Frankfurt, kein reines T-Shirt-, sondern ein Kreativlabel, wie sie betonen. 
Wenn Jorge Ideen für neue Konzepte hat, entwirft er eine Skizze, die Rohfassung, während Hazki dann das Fine-Tuning und die gestalterische Arbeit übernimmt. Ähnlich, nur andersrum, funktioniert das mit Sprüchen und Textideen. Da ist von Vorteil, dass die beiden Frankfurter sich seit weit über zehn Jahren aus gemeinsamer Arbeit in Werbeagenturen kennen. Es ist nicht mehr und nicht weniger als eine „krasse Zusammenarbeit“, so Jorge. Dabei haben die T-Shirts und die anderen Produkte des Labels immer einen Bezug zu ihrer Heimatstadt. Manchmal ist der so subtil, dass er nicht sofort zu erkennen ist. Deswegen wählten die Freunde auch „kein schickes, englisches Wort“ als Namen für ihr Label, sondern eben Stoff aus Frankfurt – damit man direkt weiß, wo es herkommt. 
(c) Stoff aus Frankfurt
Bis auf die Produktion der Shirts selbst, die Bio und Fair Trade sind, wird alles hier gemacht: Idee, Gestaltung, Produktion und Verpackung. Auf letzteres legen die beiden übrigens ein besonderes Augenmerk. Aufgrund einer „persönlichen Erfahrung, wo ich mich geärgert habe“, wie Jorge erzählt, entwarfen sie für Stoff aus Frankfurt eine spezielle Verpackung, „denn genau hier fängt’s an!“. Anstatt liebloser Plastikhüllen werden die T-Shirts, Beanies und Taschen in dunklem Papier mit angenähter Lasche und Text, der das Produkt näher erläutert, verpackt. In einem Karton, den der Street Artist Pop Your Colour PYC designte, landet das Ganze in hübscher Aufmachung im Briefkasten.
 
Auf der anderen Seite der Herstellung stehen die Artists selbst. Bevor das Endprodukt beim Empfänger ankommt, muss es entworfen werden. Stoff aus Frankfurt arbeitet mit vielen Frankfurter Künstlern wie Spot (aka City Ghost), PYC oder The City Loves You zusammen. Dabei ist den Machern des Labels wichtig, die Künstler zu supporten, nicht nur finanziell, sie möchten sie auch populärer machen, um ihnen die oft verwehrte Wertschätzung zu geben. „Ich glaube, wir konnten zur Steigerung der Bekanntheit von PYC beitragen“, davon ist Jorge überzeugt. Graffiti und Street Art wird in seinen Augen nicht genug anerkannt. „Die Leute finden’s vielleicht cool  - aber denken gar nicht weiter darüber nach“, sagt er und nennt als Beispiel die Street Art in Brazil-Ausstellung der Schirn (genau diese Kritik gibt es übrigens hier in einem tollen Artikel der Kollektiven Offensive). Wie viele andere Frankfurter, die sich mit der Straßenkünstlerszene befassen, findet er zwar generell gut, dass Aufmerksamkeit auf dieses unterschätzte Gebiet der Kunst gelenkt wird. Die Tatsache aber, dass dabei die lokalen Kreativen völlig unter den Tisch fallen gelassen wurden und man sich ausschließlich auf Brasilien konzentrierte, ist sehr schade. Auch deswegen will Stoff aus Frankfurt die Graffitikünstler der Stadt besser unterstützen.
Für die Zukunft sind schon weitere Projekte und Kollaborationen geplant. Jorge freut sich drauf, denn: „Es erreicht die Leute, was wir machen.“

GroKo

"Protest ist, wenn ich sage, das und das paßt mir nicht. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß das, was mir nicht paßt, nicht länger geschieht. Protest ist, wenn ich sage, ich mache nicht mehr mit. Widerstand ist, wenn ich dafür sorge, daß alle andern auch nicht mehr mitmachen."

Ja, ich zitiere Ulrike Meinhof, die zum Zeitpunkt dieser Kolumne eine angesehene Journalistin war. Und ja, wir hatten schon mal eine Große Koalition - was war das innenpolitische Resultat davon? Ich persönlich glaube langsam fast, es wäre besser gewesen, die FDP hätte die 5-Prozent-Hürde geschafft, dann hätten wir wenigstens etwas, was gewichtsmäßig den Namen "Opposition" verdient. Ach und ja, die hessische Grüne hat's auch verkackt. Also alles Scheiße. Und weiter äußere ich mich nicht zur Politik, das machen zum Glück Extra 3 und die heute-Show immer für mich.

Brot und seine Freunde

Am Kornmarkt 5 (Hauptwache)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 7:30-21:00, Sa 8:00-18:00, So 10:00-17:00 Uhr
Homepage


Den Namen des Ladens finde ich persönlich etwas merkwürdig, aber trotzdem ist Brot und seine Freunde ein wirklich nettes kleines Café. Direkt neben Theplacetobe gelegen habe ich es bisher noch nie besucht, da ich immer im Place oder Souper landete. Ein Fehler! Wie der Laden über sich selbst aussagt, haben sie die Stulle zwar nicht neu erfunden, aber trotzdem ein bißchen schmackhafter gemacht. Zwischen zwei schönen Scheiben Bauernbrot kann man zwischen verschiedenen Belägen wählen - in meinem Fall Chèvre, französischer Ziegenkäse, der von Salatblättern und Tomaten begleitet wird. Die freundliche Bedienung, die übrigens Prodigy laufen hat (passt gar nicht, ist deswegen aber um so sympathischer!) toastet das Sandwich und berät mich bei der Getränkeauswahl. Also gibt es einen ChariTea mit Mate-Geschmack, bei dem man für die Umwelt was Gutes tut und indirekt an karitative Einrichtungen spendet - juhu. Da kann es auch mal etwas teurer sein (3,20 €), ist ja bald Weihnachten. Das Brot selbst schmeckt wirklich ordentlich und ist auch ganz schön groß, kommt allerdings nicht an die Kleine Anna ran (aber seien wir ehrlich, das wird auch so schnell kein anderes Brot). "Richtiges", also unbelegtes Brot am Stück, gibt es hier auch zum mitnehmen, außerdem eine anschauliche Auswahl an verschiedenen Kuchen. Schade allerdings, dass man drinnen lediglich auf der niedrigen Fensterbank sitzen kann und es richtige Tische und Stühle nur draußen gibt. Als Schüler und Student bekommt man übrigens 20 Prozent Rabatt und deswegen kostet die Stulle nur 3,56 €.

Fazit: Netter Laden, nette Bedienung, im Sommer auch gerne draußen oder eben zum Mitnehmen aber doch etwas unbequem, dass man drinnen nicht sitzen kann. Egal, es gibt viele Varianten, die gut schmecken - nur halt nicht so ausgefallen wie bei der Anna.





Montag, 16. Dezember 2013

In eigener Sache

Ich war mal so frei, Flattr im Blog zu installieren. Wer im vorweihnachtlichen Spirit meint, mir ein paar Cent zukommen lassen zu müssen, dem sei dies nicht verübelt!

Und die URL wurde auch abgekürzt: künftig reicht, hibb-n-dribb.de einzutippen.

Entkernung des AfE-Turms







Die Sprengung ist für Februar 2014 geplant.

Sonntag, 15. Dezember 2013

Blog-Tipp: Bonusmile

Ich bin nicht allein: Außer mir gibt es auch noch den Blog von Bonusmile, der sich thematisch hauptsächlich mit (der Gastronomie in) Frankfurt und Barcelona auseinandersetzt. Der Blogger ist einer von vielen ehemaligen Qype-Usern, die - wie ich auch - mit der Übernahme dieser Plattform von Yelp vor ein paar Monaten absolut nicht einverstanden war und dadurch beschlossen hatte, seine Kritiken in einem eigenen Blog zu veröffentlichen. Mehrere Posts, die sich mit Yelp auseinandersetzen, gibt es auch, daneben ein großes Allerlei, das nicht nur mit den zwei schönen Städten, sondern mit der ganzen Welt zu tun hat.

Freitag, 13. Dezember 2013

Impressionen von "Loslösung" von Spot

Impressionen von der Ausstellung "Loslösung" von Spot in der Galerie Kaiser P.



Nachbarn aus der Kaiserpassage mit jeweils einem Gegenstand ihres Ladens



Blick auf die Welt


Improvisiertes Fenster




Mittwoch, 11. Dezember 2013

Veranstaltungstipp: Weihnachtsmarkt im Café Maingold*

Wo? Café Maingold*, Zeil 1
Wann? 14. Dezember, 12:00-22:00 Uhr
Homepage

Im Maingold gibt es diesen Samstag einen Weihnachtsmarkt ganz "ohne China-Plastik", wie es auf der Homepage heißt, dafür mit kleinen Labels wie Tia Emma, Blanket Store, Antlitz und Anders, außerdem "hausgemachten Leckereien". Ist bestimmt eine gute Alternative zum "richtigen" Weihnachtsmarkt um die Ecke!


Photo-Credit: Café Maingold*

Dienstag, 10. Dezember 2013

TuCa im Exil - im PEG

FFM - Die Uni brennt fordert auf:

Liebe KommilitonInnen, GenossInnen und MitarbeiterInnen der Universität,

nachdem unsere lautstarken Forderungen nach selbstgestalteten Freiräumen in den Gebäuden am IG-Farben Campus scheinbar ungehört verhallt sind und studentische Initiativen wie das TuCa, Eltern-Kind-Raum und Frauencafé nur widerstrebend erhalten bzw. nur geduldet werden, wollen wir der Forderung nach Schaffung neuer Räume noch einmal Nachdruck verleihen.
Vorerst beginnen wir also mit der verschönerten Ausstattung einiger Teeküchen – wie diese euphemistisch genannt werden, sind sie doch eigentlich nur mit Spülecke und Schränken ausgeschmückte Ecken inmitten endlos verwirrender, weißer Flure durch den Irrgarten PEG-Gebäude.
1.G208 – TuCa
2.G208 – Roter Salon
3.G208 – Sur l’eau

In dem Sinne - Uni erobern, Uni verschönern. Es kann nur besser werden. Und gerade das PEG schreit nach Verbesserung!


Samstag, 7. Dezember 2013

Café Süden

Homepage
Berger Straße 239 (U4 Bornheim Mitte)
Mo-Fr 8:30-00:00, Sa 10:00-00:00


Zum Süden habe ich eine sehr ambivalente Meinung. Einerseits ist es toll, dass es auf der Berger Straße noch alternative Cafés gibt - und das Süden ist mit ein, zwei anderen das letzte seiner Art - außerdem sind die Preise auch wirklich studentenfreundlich. Aber leider ist auch die Qualität des Essens eher den günstigen Preisen angepasst, um es mal freundlich auszudrücken. Darunter fällt vor allem der Tapasteller mit Oliven, Peperoni, Schafskäse, Weinblättern, Humus, Auberginenmousse und Joghurtminze. Klingt alles erst mal sehr vielversprechend, aber sorry Süden, da kam doch alles aus der Dose. Das war sogar richtig schlecht. Ich vergleiche das mal mit dem Manolya: Die Vorspeisenplatte zu 9,50 € dort hatte ähnliche Mousses und einige mehr (ich erinnere nur an die Walnusspaste..) und alles war hausgemacht, während der bedeutend kleinere Teller im Süden 8,00 € kostet und im besten Falle als "eher mau" bezeichnet werden kann.
Bei meinem zweiten Besuch wählte ich Kürbismuffins mit Salatbeilage für 5,00 € von der Tageskarte. Die zwei kleinen Küchlein waren zwar ziemlich trocken, trotzdem war das Essen schon bedeutend besser und der Salat knackig frisch. Die unerwartete Überraschung kam beim Nachtisch, einem großen Stück Kuchen für 2,50 € mit Schoko, Quark und Sauerkirschen, der absolut überzeugte, vom Preis-Leistungs-Verhältnis sogar einer der besten der Stadt sein könnte! Der Kuchen war sehr saftig und der süße Teig harmonierte perfekt mit der milden Süße des Quarks und den leicht säuerlichen Kirschen. Da der frische Minztee (0,2 l für 1,60 €) hier auch günstiger ist als in den meisten Lokalen in der Gegend, kann ich Kaffe/Tee und Kuchen im Süden nur empfehlen. Der Laden ist holzig, verwinkelt und recht gemütlich und außerdem liegen Zeitungen aus - nur leider plärrt Radio statt angenehmer Musik im Hintergrund. Nun gut, ignorieren wir hr info, lassen wir den Tapasteller Tapasteller sein und erfreuen und lieber an etwas Süßem bei diesem diesigen Wetter.






Donnerstag, 5. Dezember 2013

Impressionen von 1 Jahr Kaiser P

Was bisher geschah


Madonna hat ein Auge drauf (und die Waffe)

Samosas

Veranstaltungstipp: Neue Kollektion von Mogadishu City Power

Wo? B-Ebene Höhenstraße U4
Wann? Freitag, 06. Dezember ab 21:00 Uhr


Die neue Kollektion von Mogadishu, bestehend aus Jacken, Hoodies, Shirts und Mützen, wird am Freitag in der B-Ebene der U-Bahnstation Höhenstraße in Bornheim präsentiert - "bis die blauen Freunde kommen". Und gegen die Kälte gibt's Shots For Free. Na dann!


Photo-Credit: Mogadishu City Power

Dienstag, 3. Dezember 2013

City Ghost im aktuellen Journal (Update)

Allen Freunden der gepflegten Frankfurter Street Art empfehle ich das aktuelle Journal Frankfurt, das heute erschienen ist. Darin befindet sich ein dreiseitiger Artikel über den City Ghost (ach, ich mag keine falsche Bescheidenheit) von mir :-) Also, ab zum Kiosk!






Montag, 2. Dezember 2013

Die Kapp zieht um und es gibt ein Datum

Wieviele Monate, gar Jahre, wurde darüber geredet? Auf der offiziellen Homepage hat die Batschkapp endlich das finale Datum veröffentlicht:

Liebe Batschkapp-Freunde,

es ist soweit, der Batschkapp Umzugstermin steht fest!
Ab dem 10.12.2013 werden alle unsere Veranstaltungen in unserem neuen Zuhause in der Gwinnerstr. 5 in Frankfurt-Seckbach stattfinden!

Einzige Ausnahme: an Silvester feiern wir doppelt!
- alte Batschkapp, Maybachstr. 24: "DER KNALL - Excited New Year Celebration"
- neue Batschkapp, Gwinnerstr. 5: " New Years Eve BY awake" mit Fritz Kalkbrenner, Daniel Bortz, Karotte, uvm.

Weitere Informationen für Konzertveranstalter folgen in Kürze.

Die Rundschau berichtet (halb im Scherz?!), es gebe in Bälde Andenken aus der Alten Kapp zu erstehen. Juhu.

Das war's dann mit Jimi, Keith und Co.

Und jedes Jahr zu Weihnachten grüßt das RMV-Tier

Mit Verkehrsmitteln des RMV fahren wird mal wieder teurer, "[...] im Durchschnitt um 3,9 Prozent. Ein Tagesticket im Frankfurter Stadtgebiet kostet dann 20 Cent mehr: 6,60 statt 6,40 Euro." schreibt die Frankfurter Rundschau von heute. Das Ganze wird perfekt getarnt mit der Aktion, dass Tickets über Weihnachten billiger werden - ein Tagesticket gilt für die gesamten Weihnachtsfeiertage vom 24.-26.12.
Die Erhöhung geschieht jedes Jahr um die gleiche Zeit. Die gängige Begründung lautet, dass die Instanshaltung und der Betrieb auch teurer würden.

In Madrid kostet (oder kostete vor ein paar Jahren) eine Einzelfahrt im ganzen Stadtgebiet - und ja, Madrid ist dann doch eine Spur größer als Frankfurt - nur einen Euro. Und auch sonst frage ich mich, wie dreist man ein kann, jedes Jahr die Preise um 3,9 Prozent zu erhöhen.