Freitag, 31. Januar 2014

Nr. 16 de Luigi & Luana

Bornheim, Wiesenstraße 52 (U4 Bornheim Mitte)
Öffnungszeiten: Mo-So 18:00-01:00, So 11:30-14:30

Das Nr. 16 ist ein Restaurant der Superlative: Hier ist alles ein bißchen größer. Ein Bekannter von mir schwärmt gleich doppelt in seinem (leider inaktiven) Blog - und das zu Recht. Auch alle anderen Frankfurter scheinen überzeugt zu sein und so ist es immer schwierig, ohne Reservierung einen Platz zu ergattern.

Im Nr. 16, einem alteingesessener Familienbetrieb, kommen sardische Spezialitäten auf den Tisch - selbst die Speisekarte ist auf sardisch, nicht italienisch. Mit "ein bißchen größer" meine ich, dass die Portionen gigantisch sind, seien es Pasta, Salate oder die Fleischgerichte. Mitunter können durchaus zwei Personen an einem Teller Nudeln satt werden. Auch die Getränke werden auf diese Weise eingeschenkt. Alle Kellner vollbringen das erstaunliche Kunstwerk, die Weingläser mit maximaler Oberflächenspannung zu füllen, ohne dabei auch nur einen Tropfen zu vergießen (Hauswein 4,00 €). Dass ein Besuch bei der Nr. 16 nicht ganz günstig wird, sollte man vorher wissen, unsere Pastasorten kosten 16,00 bzw. 18,00 €. Aber es lohnt sich! Die Preise sind im Verhältnis zur Qualität des Essens und Menge gerechtfertigt. Sowohl die Riesennudeln mit Hackfleischbällchen (na, eher -ballen) als auch die Spaghetti mit gebratenen Garnelen überzeugen mit ihrer ausgewogenen Würze. Das i-Tüpfelchen ist aber das hauseigene Chili, das die Familie selbst in Sardinien anbaut. Die Warnung, dass es "kein gewöhnliches Chili, sondern sehr scharf" sei, sollte ein jeder beherzigen - das Chili ist wirklich verdammt scharf! Als wir fragen, ob wir ein kleines bißchen des Pulvers mit nach Hause nehmen könnten, bringt uns die Kellnerin eine Portion, die größer ist als ein Golfball. Spätestens ab dem Moment sind wir restlos begeistert. Den Abend krönen wir mit einem exzellenten Tiramisu (5,00 €) und rollen uns mit Doggy Pack heimwärts.

Fazit: Das Nr. 16 ist für mich Ausnahmegastronomie in Frankfurt, ein traditioneller Betrieb, der qualitativ hochwertiges Essen und einen sehr freundlichen Service hat und zudem spätestens nach Bestellen des Weins immer mit einem gewissen Entertainmentfaktor trumpft. Und noch mal den Hinweis von weiter oben: Unbedingt reservieren!








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15.04.2012













































20.01.2014










Donnerstag, 30. Januar 2014

Sprengung des AfE-Turms (Update)

Da es vor allem in den Frankfurter, aber auch in den überregionalen Medien kein anderes Thema als die Sprengung des AfEs zu geben scheint, werde ich an dieser Stelle nicht viele Worte dazu verlieren.

Folgende Hinweise:

Und das stadtkindFFM hat diesen nützlichen Link gepostet, in der es Tipps gibt für den besten Standort
Wer nicht live vor Ort sein kann oder will: Übertragung im Fernsehen gibt's natürlich auch. Ob da der Werbespot so viel kostet wie beim Super Bowl?
HR, 9:00: Abschied vom Henninger Turm und ab 9:30 Frankfurt hält den Atem an (schön plakativ, der Titel)


Ich persönlich heule dem Turm trotz Studiums im Fachbereich 03 (einst beheimatet im AfE) keine Träne nach. Der Baustil - Brutalismus - sagt schon alles über dieses Kackding aus. Mann, wird das 'ne Sause werden!


Edit: Auch auf FFH.de gibt es nähere Informationen zum Ablauf und Tipps, von wo aus das Spektakel am besten sichtbar ist.



Erweiterung der Reichweite des Semestertickets

Zumindest einen Vorteil haben die stets steigenden Studien- äähh Semestergebühren: Auch für das Sommersemester 2014 wird die Reichweite der Goethe-Card wieder erweitet, da es eine neue Kooperation mit der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd gibt. Nähere Infos auf der Site des AStAs. Der AStA bietet hier den Geltungsbereich als PDF-Dokument zum Download an.

Effektive Werbung

Montag, 27. Januar 2014

Zaragoza Sightseeing

Zaragoza, Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Aragón, ist nicht unbedingt DIE Stadt, die ich als besuchenswert in Spanien erachten würde. In Sachen Sightseeing hat Zaragoza eigentlich nur die Basílica del Pilar, außerdem wird der berühmte Maler Goya gern als Sohn der Stadt bezeichnet, obgleich er im 55 Kilometer entfernten Ort Fuendetodos geboren ist.
Das Spannende an Zaragoza sind viel mehr die Tagesausflüge, die man machen kann (siehe spätere Posts) und darum wieder umso empfehlenswerter!





Basílica del Pilar aus allen Perspektiven samt Plaza

Goya


Alte Stadtmauer

Löwen auf dem Puente de Piedra, der ältesten Brücke über dem Ebro

Wand der Catedral de la Seo, im Mudejar-Stil verziert


Deutschland: Dresden, Berlin I | II | III | IV | V | VIVII | VIII | IX | X
England: London I  II | III
Frankreich: Paris
Niederlande: Amsterdam I | II | III | IV | V | VI | VII
Portugal: Porto I | II | III | IV | V | VI
Schweiz: Basel
Tschechien: Prag

Cuba: Habana I | II, Cienfuegos
| Trinidad | Santa Clara
Belize: Belize City 
Guatemala: Flores, Tikal, Antigua, Pacaya

Sonntag, 26. Januar 2014

Frankfurt frühstückt im... Ginkgo

Nordend, Berger Straße 81 (U4 Höhenstraße)
Frühstück täglich bis 16:00 Uhr

Obwohl ich nicht der größte Fan des Ginkgos bin, habe ich dem Laden gegenüber keine Abneigung (wie zum Beispiel zum Mirador, das meistens katastrophal ist), und so verschlägt es mich hin und wieder doch hierher. Und entgegen meiner Erfahrungen sonst im Ginkgo war der Service dieses Mal sowohl aufmerksam als auch freundlich! Es sollen noch Zeichen und...
Das Ginkgo ist meistens rappelvoll. Im Sommer sitzt es sich auf breiten Holzbänken schön an der Berger, im Winter quetscht man sich im Innenraum ein bißchen (die Teller passen kaum auf den Tisch). Durch die vielen Besucher ist es immer laut, aber atmosphärisch, nur leider behindert die Enge uns beim Zeitung lesen. Wer also längere Zeit gemütlich sitzen will, ist im Gingko fehl am Platz.
Die Milchkaffees, die wir bestellen, werden schnell und mit einer Milchschaumdeko versehen, gebracht. Auch das Frühstück folgt im Nu: Die Extraportion Salami, die wir zu den Eiern im Glas bestellen, ist erstaunlich üppig und mit zweierlei Sorten ausgestattet, das Obst Power, Joghurt mit frischem Obst, kommt mit knackigem, süßen Obst - nur hätte es davon ein bißchen mehr sein können. Und auch sonst ist alles zu unserer Zufriedenheit. Vor allem, und das muss ich einfach noch mal erwähnen, sind wir so baff über den freundlichen und flinken Kellner.

Fazit: Wirklich gemütlich länger hier sitzen wollte ich nicht, da es weder die Sitzmöglichkeiten noch die Fluktuation zulassen, aber schön, auch mal eine positive Erfahrung mit dem Service im Ginkgo gemacht zu haben!


Kosten für ein Frühstück zu zweit: 24,10 €: 2x Milchkaffee je 2,70 €, O-Saft 0,2 2,40 €, Obst Power 4,80 €, Frühstück klein & süß 3,20 €, Ei 1,20 €, 2 Eier im Glas 3,90 € (mit Vollkornbrot statt Baguette, 0,30 € Aufschlag), Portion Salami 1,90 €, Vollkornbrötchen 1 €





Montag, 20. Januar 2014

Freitag, 17. Januar 2014

Portrait: The Danboru-Project

(c) The Danboru-Project
Ein trauriges Kartonwesen betrachtet die Skyline aus der Ferne, ein anderes hat sich in der Waschmaschine verirrt und ein drittes steht hilflos auf einer überdimensional wirkenden Rolltreppe. Das Danboru-Project ist ein Projekt von dem in Frankfurt lebenden Photographen Chris Heinrichs. "Danboru lebt von der bewussten Wahrnehmung unserer Umwelt", erklärt er den Grundgedanken. Schon seit längerem schwebte ihm vor, seine Paketmännchen auf Reisen zu schicken. Anfang diesen Jahres setzte er seine Idee um.

Danbos nennen sich diese Figürchen aus Pappe (daher auch "Danboru", japanisch für Karton) und stammen ursprünglich aus der Mangaserie "Yotsuba&!". Der japanische Ableger von Amazon stellt die Papproboter als eine Art Maskottchen her. Im Internet gibt es inzwischen zahlreiche Photoblogs, die Danbos thematisieren. Makrophotographie nennt sich diese Disziplin, bei der der Fokus auf winzigen Dingen wie beispielsweise Insekten liegt. Auch Chris Heinrich ließ sich davon inspirieren. "Mein Projekt lebt von der bewussten Wahrnehmung unserer Umwelt", erläutert der Pädagogikstudent, der die Welt aus der Sicht der Kinder darstellen möchte. Erwachsene sollen dazu angeregt werden, eine andere Perspektive einzunehmen und sich in die Rolle des Danbos hineinzuversetzen. "Die Leute sollen eine kleine Handlung um das Bild spinnen und sich fragen, was vor der Situation passiert sein könnte und was danach." Entsprechend wirken die Bilder, als seien sie einer Geschichte entnommen. Heinrichs lässt seine kleinen Papproboter mit der Umwelt verschmelzen, um Realitätsnähe zu erzeugen.
(c) The Danboru-Project

Die Amazon-Aufschrift stellt für ihn weder Konsumkritik noch Werbung für das Unternehmen dar, sondern ist eher dem Zufall geschuldet. Danbo ist im Grunde wie ein Paket, das sich auf einer langen Reise befindet. Deswegen wird er zukünftig nicht nur in Frankfurt, sondern weltweit unterwegs sein.

Mittwoch, 15. Januar 2014

Veranstaltungstipp: BOOM!

Wann? 2. Februar, 10:00 Uhr
Wo? Bockenheim


Inoffiziell war es schon länger "klar", jetzt ist es auch offiziell: Der AfE-Turm darf gesprengt werden. In einem Radius von 400 Metern ist der Aufenthalt im Freien versagt, meldet die Frankfurter Rundschau.

Das Marriott Hotel und die Gebäude der Messe befinden sich außerhalb der beiden Zonen. Der U-Bahn-Betrieb zwischen Hauptbahnhof und Bockenheimer Warte muss hingegen zeitweise eingestellt werden. Läuft alles ideal, werden die 800 Kilo Sprengstoff, die Eduard Reisch verwenden will, den AfE-Turm wie ein Kartenhaus einstürzen lassen. Zuerst kollabiert das Innere des Gebäudes, dann folgt die aus Stahlbeton gefertigte Fassade. Zurückbleiben werden rund 50.000 Tonnen Schutt. Um die Staubentwicklung in Grenzen zu halten, wird jede Menge Wasser eingesetzt.

...heißt es in dem Artikel.


In dem Sinne:

Dienstag, 14. Januar 2014

Café Albatros

Bockenheim, Kiesstraße 27 (U-Bahn Bockenheimer Warte)
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00-24:00, So 9:00-19:00 Uhr
Homepage

Das Albatros ist wie mein geliebtes Café Crumble auch eine Institution in Sachen Studentencafés in Frankfurt. In dem verwinkelten Cafés stehen rustikale, alte Holztische, die einem das Gefühl geben, Adorno, Habermas und Marcuse hätten hier schon gesessen und gewichtige Gedanken gewälzt. Der Hinterhof gehört im Sommer wohl zu den schönsten der Stadt.
Der Service ist größtenteils wirklich nett, aber leider etwas verschnarcht. Eine der Kellnerin schafft es tatsächlich, 2,80 € für einen Milchkaffee, 2,20 € für einen O-Saft und 1,20 € für ein kleines Wasser in minutenlangem Rumgerechne auf 6,90 € zu addieren. Bei 70-Cent-Beträgen ist es unangenehm, das zu monieren, aber prozentual gesehen (6,20 € im Vergleich zu 6,90 €) ist das doch nicht ganz wenig. Die Kollegin, die nach Schichtwechsel arbeitet, nimmt das gelassen und zieht den Betrag später wieder ab.
Der Hauptgrund, warum ich lieber ins Crumble als ins Albatros gehe, liegt an der Qualität des Essens. Der Kartoffelgratin mit Salat (7,50 €) ist zwar eine große Portion und der Salat auch frisch, aber der Gratin selbst ist leider mega-langweilig. Ich liebe Kartoffeln, aber irgendwas anderes - Lauch, Zwiebeln, Speck, IRGENDWAS - hätte sich gerne noch in den Auflauf verirren dürfen. So ist der Gratin halt ein großer Kartoffel-Sahne-Klumpen.

Fazit: Das Albatros ist wirklich nett und ich freue mich auf den Garten im Sommer, aber zum Essen doch nur, wenn das Crumble voll ist. Aber trotzdem: Lieber hier als woanders oder gar nicht.







Matthias-Beltz-Platz

Laut der Facebook-Seite mainfrankfurt, die sich auf dieses Bild hier beruft, wird der sogenannte "kleine" Friedberger Platz, der an die Egenolffstraße grenzt, künftig nach dem beliebten Kabarettisten benannt.

Montag, 13. Januar 2014

Song of the Week: Live - Lightning Crashes

Eine Prise 90er gefällig? "Lightning Crashes" gehört zu den Liedern, über die man sagt: "Das kenn ich!! Wer ist das doch gleich?" Nun, in dem Falle sind es Live, eine amerikanische Alternative-Band, die Mitte der 1990er semi-bekannt waren.

Der Text ist mir persönlich etwas zu spirituell, aber Stimme und Melodie sind wirklich schön. Und ein bisschen Nostalgie ist nie verkehrt, oder?

"I can feel it coming back again like a rolling thunder chasing the wind"

Album-Version



Live live bei Rock am Ring 2000 mit Adam Duritz von den Counting Crows


Frankfurt frühstückt im... Café Plazz

Bockenheim, Am Kirchplatz 8 (U-Bahn Kirchplatz)
Öffnungszeiten: Mo-So 09:00-00:30 Uhr
Homepage


Das Café Plazz ist voll. Nicht nur voller Menschen - das auch - aber hauptsächlich auch voller Krimskrams an den Wänden und jedem freien Platz. Ich mag das ja, man hat immer was zu gucken und im besten Fall zu lachen. Aber wir sind ja nicht zum lachen, sondern zum Frühstücken hier, also wird schnell das Parisienne bestellt mit Obstsalat mit Joghurt (bio, wie die Karte betont), Croissant, Weichkäse (Brie und Geramond), Butter, Honig und Marmelade, dazu Baguette und ein kleines Glas O-Saft. Statt zwei Eier im Glas wie in jedem anderen Café gibt es hier auf der Karte gleich drei Eier im Glas. Der Service ist freundlich und relativ schnell. Croissant und Baguette sind knusprig, der Obstsalat frisch und erstaunlich vielfältig. Die Eier, die mit Toast gereicht werden, sind eine Spur zu weich. Den Rest kann man weder groß loben noch etwas Negatives sagen, Käse, die Portion zusätzlich bestellte Salami und Marmelade schmecken halt so wie immer und überall. Aber macht ja nichts. Zum Zeitungslesen ist es im Plazz ein bißchen eng, also schnell wieder die ganzen Schilder und Plakate an der Wand studieren.

Fazit: Preis/Leistung absolut super, Frühstück ist nicht außergewöhnlich, aber dennoch gut, also gerne wieder!


Kosten für ein Frühstück zu zweit: 19,50 €: Frühstück Parisienne 6,80 €, drei Eier im Glas 4,60 €, Portion Salami 1,80 €, O-Saft 0,2 l 1,90 €, Schokolade 2,10 €, Cappuccino 2,30 €

Frühstück gibt es mindestens bis 16:00 Uhr






Sonntag, 12. Januar 2014

Gefahrengebiet in Frankfurt?

Was die Schanze, Altona und Pauli können, können Bernem und Co schon lange! Diese Online-Petition ruft dazu auf, auch Teile Frankfurts zum Gefahrengebiet zu erklären.

Hamburg hat als einzige Stadt in Deutschland zur Zeit ein eigenes Gefahrengebiet, und das finden wir nicht okay! Auch die Bürger anderer Städte haben das Recht darauf, auf dem Weg zur Bar oder zum Brötchen holen grund- und verdachtlos durchsucht und von der Polizei belästigt zu werden, oder dass ein Treffen mit Freunden als illegale Versammlung interpretiert wird.

Gleiches Recht für alle!

Veranstaltungstipp: Gespräch mit Widerstandskämpfer Lucio Urtubia

Wo? ExZess
Wann? 21. Januar, 20:00 Uhr

Neben dem Gespräch über die politische Situation im Baskenland zwei Tage zuvor im Club Voltaire gibt es am 21. Januar einen zweiten Termin, der die Punkte Spanien und Politik miteinander verknüpft. In die ExZess-Halle in Bockenheim kommt Lucio Urtubia, Widerstandskämpfer unter der Franco-Diktatur und Anarchist, zum Gespräch.

Zeitzeugengespräch mit dem Anarchisten und Widerstandskämpfer LUCIO URTUBIA. Anarchist, Bankräuber, Fälscher und vor allem Bauarbeiter, Sozialrebell, Geldfälscher, Bandit, moderner Robin Hood – die Liste der Titel, mit denen Lucio Urtubia beehrt wurde, ist lang. Sein Leben ist ein Spiegel der libertären revolutionären Bewegungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Lucio wuchs in Navarra unter dem Franco-Regime auf. 1954 nach der Desertion vom spanischen Militär nimmt Lucio im Pariser Exil Kontakt zu anarchistischen Gruppen auf und lernt den legendären Sabate kennen, der von Frankreich aus den Widerstand gegen die Franco-Diktatur organisiert. Fälschen von Dokumenten und Geldbeschaffungsaktionen spielen im Leben des gelernten Maurers fortan eine große Rolle.
 ...sagt Copyriot.

Mehr über Urtubia gibt es auf der erstaunlich ausführlichen Wikipedia-Seite über ihn.

Samstag, 11. Januar 2014

Heroes

Nordend, Leibnizstraße 13 (U4 Höhenstraße)
Öffnungszeiten: Mo-Do 12:00-23:00, Fr 12:00-00:00, Sa+So 13:00-23:00 Uhr

Ich habe früher direkt beim Heroes um die Ecke gelebt, als der Laden noch nicht Heroes war, sondern irgendein Edelfranzose, der - meinem subjektiven Empfinden nach - immer leer war. Bei Frankfurts wohl bestem Burgerladen liegt die Sache anders. Aus dem kleinen Innenraum wurde das maximale an Sitzplatzgewinnung rausgeholt, will heißen, man sitzt kuschelig nahe an seinen Nachbarn dran. Auch an einem Sonntag ist es schwierig, ohne Reservierung einen Platz zu ergattern - der Laden brummt immer. Dem Namen entsprechend sind die Wände ausgekleidet mit Bildern aus Comics, auch die Karte ist im comic-esken Stil gehalten. 
Zu trinken bestellen wir eine Spezi (das Original) und einen hausgemachten Eistee (0,4 l, beides für recht günstige 2,90 €). Der Eistee besteht aus schwarzem Tee und Zitrone, ist vielleicht eine Spur zu dünn, aber trotzdem erfrischend und glücklicherweise nicht zu süß. Die große Portion Kartoffelscheiben (4,00 €) ist wahrlich üppig und knusprig wie Chips. Dazu gibt es zweierlei Dip,  Sour Cream und eine Soße, die an Barbecue erinnert. Leider werden beide so unterschiedlich schmeckende Dips in einem Schälchen gereicht und vermischen sich dadurch. Der leicht süßliche Krautsalat (2,50 €) ist knackig, frisch und lecker - unbedingt empfehlenswert! Die Burger bewegen sich alle in einer Preisklasse um die 8,00 € (mit ein paar wenigen Ausnahmen). Die großen Frikadellen sind saftig, würzig, perfekt und auch sonst sind die Burger die gaumenpurzelbaumschlagende Begründung für den immer vollen Laden. Allerdings habe ich ganze zwei Haare in meinem Burger. Beide sind dunkel und eher lang und könnten deswegen von mir sein, ich aber trug meine Haare an dem Abend nach hinten gebunden und gerade beim zweiten, das mitten im Burger war, hege ich doch meine Zweifel, dass das meins gewesen sein könnte.

Fazit: Lecker, lecker - und das mit den Haaren schiebe ich auf einen einmaligen Ausrutscher (oder, um es für mich persönlich appetitlicher zu machen, auf mich selbst). Ansonsten sind Krautsalat, Kartoffelscheiben und Burger durch die Bank zu empfehlen.








Freitag, 10. Januar 2014

Hinweis fürs Wochenende

Fundort: Berger Straße

Veranstaltungstipp: Master of the Universe

Wo? Casino, Goethe Uni
Wann? 16. Januar, 18:15, Podiumsdiskussion gegen 19:45
Cuanto? Umsonst


Der Dokumentarfilm "Master of the Universe", den ich persönlich noch nicht gesehen habe, der aber sehr spannend klingt und hoch gelobt wurde, läuft nächsten Donnerstag im Casino-Festsaal auf dem Campus Westend. Darin packt ein Insider aus der Finanzbranche aus und berichtet von den Machenschaften und Korruption.
Dr. Martin Scholz, Geschäftsführer HSBC Global Asset Management Deutschland, wird bei der Vorführung anwesend sein und danach mit den Studenten und Zuschauern diskutieren


Trailer

Mittwoch, 8. Januar 2014

Stattcafé

Bockenheim, Grempstraße 21 (U6/U7 Kirchplatz)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 9:00-00:00, Sa+So 9:00-22:00 Uhr

Das Stattcafé ist ein verwinkeltes, studentisches Café im Herzen Bornheims. Im Eingangsbereich, gleich gegenüber von der Theke, gibt es ein Bücherregal - allerdings schlecht bestückt - und auch sonst ist die Atmosphäre eher gemütlich. Der furchtbare, braune Teppichboden lässt unwillkürlich an den AfE-Turm und die Böden da denken, aber das gehört auch zum ranzigen Charme des Cafés. DIe Kellnerin, die an dem Tag arbeitet, ist wirklich sehr nett. Als erstes bestelle ich einen Milchkaffee (3,00 €), der ganz französisch in einer großen Schale gebracht wird und mich in Sachen Kaffeemenge ans Central Perk erinnert (ja, Friends, für meine jüngeren Leser: eine Kult-TV-Serie aus den 90ern).
Von der Marke des Malzbiers (2,40 €), Kandis, habe ich noch noch nie gehört, schmeckt aber genauso wie alle anderen Malzbiere halt. Zu essen gibt es Bratkartoffeln mit Kräuterquark und Salat (6,20 €). Der Quark ist gut, ich hätte mir höchstens ein bißchen mehr Knoblauch gewünscht, aber das macht nichts. Bei den Kartoffeln hätte es nicht geschadet, wären sie etwas knuspriger gewesen, aber auch das ist halb so wild. Was mich hingegen stört ist die Tatsache, dass das Dressing des Salates und das Öl der Bratkartoffeln sich auf dem Teller vermischen und eine pampige Soße ergeben, die die unteren Kartoffeln total einmatscht. Der Salat selbst ist frisch, das Dressing ist mir aber viel  zu süßlich.

Fazit: Ein nettes Café und ich komm auch gerne wieder. Auch das Essen war vollkommen okay, bevor ich ein endgültiges Urteil fälle, würde ich aber was anderes probieren.








Dienstag, 7. Januar 2014

Veranstaltungstipp: Orange Beach Benefiz

Wann? Samstag, 11. Januar ab 15:00 Uhr
Was? Totgesagte leben länger


Nicht zurückblicken, weitermachen ist das Motto! Nach dem vor wenigen Tagen das Orange Beach abbrannte, gab es über soziale Netzwerke wie Facebook unzählige Mitleidbekundungen und Angebote, das beliebte Ausflugsziel beim Wiederaufbau zu unterstützen. Und es wird nicht lange gefackelt, es geht gleich weiter!
Alle lokalen Musiker sind aufgerufen, sich "selbst" zu spenden, also Musik - ohne Strom - zu spielen, und finanzielle Spenden von den Gästen sind auch gern gesehen.

Wer Samstag keine Zeit hat, es wurde ein Spendenkonto eingerichtet:

Olaf Gries
Deutsche Bank
Bankleitzahl: 50070024
Kontonummer: 4627501 


Möge das Orange Bitch bald wieder so aussehen:

 

Montag, 6. Januar 2014

Veranstaltungstipp: Das Baskenland - Lichtblicke im Friedensprozess (Update)

Wann? 19. Januar, 19:00 Uhr
Wo? Club Voltaire
Wieviel? Umme, aber gerne Spenden


Wer in Deutschland das Stichwort "Baskenland" hört, hat sofort das Wort "Terrorismus!" auf der Zunge. Dabei ist das Baskenland landschaftlich, kulturell, gastronomisch wunderschön (nein, ich bin nicht objektiv) und inzwischen kann man auch in der Öffentlichkeit wieder über Politik diskutieren. Das große Tabuthema, das nur in den eigenen vier Wänden erwähnt wird, ist und bleibt aber die ETA. Die Angst, dass falsche Ohren etwas hören könnten, ist immer noch groß. Die ETA selbst ist aber nach Expertenmeinung am Ende. Der Rückhalt aus der Bevölkerung ist schon lange dahin, Geld und Waffen nicht mehr zu besorgen und gleich zwei Länder sind hinter ihr her - neben Spanien auch Frankreich. Nachdem vor anderthalb Jahre eine endgültige Waffenruhe verkündigt wurde, ist es still geworden um die Terrororganisation. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass sie schon öfter einen Waffenstillstand ausgerufen hat, die Pause aber zur Reformierung nutzte und den Stillstand mit einem neuen Anschlag beendete.
Ende des letzten Jahres meldete sich eine Organisation, die sich um die Bedürfnisse der politischen Gefangenen des Baskenlands kümmert, zu Wort: Man würde anerkennen, dass man Leid verursacht habe und sei bereit zum Dialog mit der Regierung.
Eine der politischen Strategien, die ETA zu schwächen, besteht darin, die festgenommenen Mitglieder so weit wie möglich vom Baskenland entfernt hinter Gittern zu bringen - Sevilla, Kanarische Inseln, Paris. Das gehört zu den vielen Sachen, die von verschiedenen Organisationen angeprangert wird. Außerdem entspricht es der Tatsache, dass Etarra oder auch vermeintliche Etarra von der spanischen Polizei nicht gerade sanft behandelt werden. Im ganzen Land herrscht ein (latenter) Rassismus gegen die Basken, gegen alle.

Auf der Veranstaltung im Club Voltaire hält der Journalist Ralf Streck einen Vortrag über die aktuelle Situation im Baskenland.

Er gibt einen Überblick über die politischen Entwicklungen, Friedensbemühungen aber auch über die Schließung von Zeitungen, Folter, die Lage politischer Gefangenen etc.
Und die baskische Linke wird weiter mit Repression überzogen, um ein Scheitern des Friedensprozess zu provozieren. Doch das wird sie Linke nicht davon abhalten, weiter einseitige Schritte zu gehen. Sie überzeugt immer breitere Teile der Gesellschaft von der Bedeutung, das Selbstbestimmungsrecht zu erreichen, um über die eigene Zukunft frei entscheiden zu können.
...heißt es in der Ankündigung zur Veranstaltung. Diskussionen zur politischen Situation im Baskenland sind nie leicht. Beide Seiten haben so gravierende Fehler gemacht, dass es schwierig ist, eine neutrale Position zu beziehen. Es ist Fakt, dass die ETA rund 730 Menschen ermordete (und davon fast alle NACH Beendigung der Franco-Diktatur und der Zusprache zahlreicher Sonderrechte für das Baskenland), es ist aber ebenso eine Tatsache, dass die spanischen Politiker und die Polizei mit überzogener Härte reagieren und darunter auch andere Basken, die nichts mit der ETA am Hut haben, leiden mussten (Prügeleien auf Demonstrationen, grundlose Festnahmen, die in Folter endeten etc.). Auf der Veranstaltung im Club Voltaire wird es denke ich eine recht einseitige Darstellung geben - links (natürlich), aber vermutlich gespickt mit Verteufelung Spaniens. Wie gesagt, wer sich mit dem Thema beschäftigt hat, kann kaum neutral bleiben. Aber es könnte sich eine interessante Diskussion entwickeln.

Live-Musik gibt es von Esne Beltza aus Gipuzkoa, die Ska- und Reggea-lastige Musik machen.


Update: Die Veranstalterin Carolin Breinker hat mir zwei Links zugeschickt:

Zum einen gibt es hier einen inhaltlichen Überblick
Und hier ein bißchen Musik von Esne Beltza
 




Die Flyer zur Veranstaltung